In drei Sätzen: Österreich steuert sehenden Auges auf den finanziellen Abgrund zu, während die Regierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS zaghafte Erfolge bei der Inflation als großen Sieg verkauft. Die neue Langfrist-Prognose des Finanzministeriums entlarvt die aktuelle Budgetpolitik als ein riskantes Spiel mit der Zukunft der nächsten Generation. Diese droht das Land bis zum Jahr 2060 mit einer Schuldenquote von astronomischen 148,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erdrücken.
Der Auslöser: Das Finanzministerium legte am 5. Februar 2026 die neue Langfrist-Budgetprognose vor. Diese prophezeit einen massiven Anstieg der Staatsverschuldung und ein Defizit von 7,4 Prozent bis zum Jahr 2060.
Wer sagt was:
- Barbara Eibinger-Miedl, Finanzstaatssekretärin (ÖVP), räumte in der ZiB2 ein: „Österreich hat ein Ausgabenproblem.“
- Markus Marterbauer, Finanzminister (SPÖ), verwies indes auf die Notwendigkeit von Investitionen in die soziale Sicherheit.
Das Sittenbild: Man klammert sich an kurzfristige statistische Ausreißer, während das Fundament unseres Wohlstandes durch explodierende Demografiekosten und Zinslasten wegbröckelt. Warum passiert das gerade jetzt? Die Politik schiebt notwendige Strukturreformen wie die Anhebung des Pensionsalters seit Jahren vor sich her, um den Wähler nicht zu verschrecken.
Zwischen den Zeilen:
- Die EU-Maastricht-Kriterien von maximal 60 Prozent Schuldenquote werden im Basisszenario um mehr als das Doppelte überschritten.
- Die demografieabhängigen Ausgaben für Pensionen, Gesundheit und Pflege fressen künftig fast 60 Prozent des gesamten Budgets auf.
- Fakt: Ohne jede Konsolidierung droht laut Bericht eine Schuldenexplosion auf unfassbare 259,3 Prozent.
- Die Pensionskosten steigen massiv an, bis die Welle der Babyboomer nach 2035 langsam abebbt.
Follow the money: Die Zinsausgaben werden sich bis 2060 voraussichtlich auf 3,6 Prozent des BIP mehr als verdoppeln. Die Gesamtausgaben des Staates klettern von derzeit 55,4 auf 58,6 Prozent der Wirtschaftsleistung.
Was bleibt über: Die aktuelle Budgetpolitik ist ein organisierter Verrat an der Jugend, verpackt in trockene Berichte. Die Regierung feiert den Untergang in Zeitlupe (solange die Inflation kurzzeitig mitspielt).
Warum das wichtig ist: Ein Staat, der fast drei Viertel seines Budgets für Zinsen und Demografie aufwenden muss, verliert jede Kraft für echte Innovationen oder Sicherheit. Wenn der Maastricht-Saldo bis 2060 auf -7,4 Prozent abstürzt, verliert Österreich faktisch seine finanzielle Souveränität. Der Bürger zahlt den Preis für eine Verwaltung, die sich selbst am nächsten ist und Reformen aus Angst vor Machtverlust verweigert.
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Quellen
