Corona-Maßnahmen: Nach wie vor Kritik an mangelnder Transparenz

Sujetbild-Corona Bestimmungen Klaus Hausmann - Pixabay
Redaktion

Die Aufarbeitung der COVID-19-Pandemie beschäftigt nach wie vor das Parlament. Besonders die Transparenz bei der Entscheidungsfindung wird infrage gestellt. Minister Rauch hüllt sich in Schweigen.

Anfrage mit Sprengkraft

Laut der parlamentarischen Anfrage RKI-Protokolle und Veröffentlichung der Entscheidungsfindung in Österreich von Gerald Hauser (FPÖ) gibt es Unklarheiten darüber, ob und wie umfassend die Prozesse zur damaligen Entscheidungsfindung offengelegt werden.

Verborgene Protokolle und Berichte

Eines der zentralen Themen ist die Veröffentlichung der Protokolle der Gesamtstaatlichen COVID-Krisenkoordination (GECKO). Diese fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsministeriums und wurden daher nicht veröffentlicht. Minister Johannes Rauch (Grüne) im Wortlaut: „Die Organisation und die Geschäftsstelle der Gesamtstaatlichen COVID-Krisenkoordination (GECKO) waren im Bundeskanzleramt angesiedelt und fallen somit nicht in den Zuständigkeitsbereich des BMSGPK.“

Frage nach Entschädigungen

Eine weitere Frage des mittlerweile EU-Abgeordneten zielt darauf ab, wie die geplanten Wiedergutmachungen für die Bevölkerung aussehen sollen. Der Verweis auf allgemeine Rechtsbehelfe und das Amtshaftungsgesetz bietet wenig konkrete Antworten für Betroffene, die durch die Maßnahmen wirtschaftliche oder gesundheitliche Schäden erlitten haben. Die Regierung betont jedoch ihre umfangreichen Maßnahmenpakete sowie die sozialwissenschaftliche Aufarbeitung der Pandemie, deren Ergebnisse im Dezember 2023 präsentiert wurden.

Rechtfertigung der Corona-Maßnahmen

Die Rechtmäßigkeit der Lockdowns, der Impfpflicht und weiterer Maßnahmen wird in der Anfrage ebenfalls kritisch beleuchtet. Der Verfassungsgerichtshof hat viele Maßnahmen als verfassungskonform bestätigt, jedoch auch einige wegen Dokumentationsmängeln aufgehoben. Kritiker fordern hier klare und nachvollziehbare Begründungen sowie mögliche Entschuldigungen und Wiedergutmachungen für unrechtmäßige Maßnahmen.

Ausblick und Fazit

Die parlamentarische Anfrage wirft ein kritisches Licht auf die Handhabung der Pandemiemaßnahmen in Österreich. Mangelnde Transparenz und unzureichende Kommunikation bei der Entscheidungsfindung stehen im Zentrum der Kritik.

Dies wirft die Frage auf, warum wichtige Entscheidungsprozesse nicht vollständig transparent gemacht werden. Ebenso bleiben viele Protokolle anderer Beratungsgremien, die sich mit Corona-Maßnahmen und Impfungen befassen, der Öffentlichkeit vorenthalten.

Eine umfassende Aufarbeitung und klare Kommunikation seitens der Regierung sind unerlässlich, um das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen und zukünftige Krisen besser zu bewältigen.

Quelle

RKI-Protokolle und Veröffentlichung der Entscheidungsfindung in Österreich (17730/AB)

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