Die Bundesregierung hat 2024 unglaubliche 280,2 Millionen Euro allein für die Verwaltungskosten ausgelagerter Förderstellen verbrannt. Dieses Geld fließt nicht in Projekte, sondern versickert in einem undurchsichtigen Dschungel aus Agenturen und bürokratischem Selbstzweck, der sich um satte 23,5 Prozent verteuert hat.
Aktueller Anlass: Der teure Wahnsinn hinter den Förderungen. Der neue Förderungsbericht 2024 offenbart, dass die „Abgeltung von Aufwendungen“ für externe Abwicklungsstellen von 226,8 Millionen Euro (2023) auf 280,2 Millionen Euro (2024) explodiert ist.
Wer sagt was:
- Förderbericht: „Ziel ist eine Reform ab 2027, bereits ab 2026 sind Einsparungen vorgesehen.“
- Förderbericht: „Förder-Task Force […] soll Vorschläge für eine kosteneffizientere Vergabe […] vorlegen.“
Hintergrund:
- Während die Bürger unter der Teuerung leiden, leistet sich der Staat ein „Förder-Ökosystem“ aus externen Rechtsträgern, die Milliarden verwalten.
- Diese Agenturen (wie AWS, FFG, KPC) arbeiten oft abseits der direkten parlamentarischen Kontrolle.
- Die Kosten für ihre bloße Existenz und Arbeit (Abwicklungskosten) sind explodiert: ein Plus von über 53 Millionen Euro in nur einem Jahr.
Im Detail:
- Besonders absurd ist die Verteilung. Allein für die Land- und Forstwirtschaft (UG 42) wurden 116,6 Millionen Euro nur für die Abwicklung ausgegeben, der mit Abstand größte Posten.
- Im Wirtschaftsbereich (UG 40) haben sich die Kosten von 14,0 Millionen (2023) auf 36,1 Millionen Euro (2024) mehr als verdoppelt.
- Die Regierung spricht von „Effizienz“, schafft aber faktisch einen kostenintensiven Verschiebebahnhof.
Die Berechnung: (Abwicklungskosten externer Stellen 2024)
- 116,6 Mio. €: Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (UG 42) – der Spitzenreiter.
- 36,1 Mio. €: Wirtschaft (UG 40) – eine massive Steigerung gegenüber dem Vorjahr.
- 24,5 Mio. €: Innovation und Technologie (UG 34) – Verwaltungskosten für Forschungsgelder.
- 21,7 Mio. €: Wissenschaft und Forschung (UG 31) – Bürokratie statt Erkenntnis.
- 17,9 Mio. €: Umwelt, Klima und Kreislaufwirtschaft (UG 43) – Kosten für KPC und Co.
- 17,5 Mio. €: Wirtschaft (Forschung) (UG 33) – Weitere Verwaltungskosten im Forschungsbereich.
Was zu tun ist: Sofortiger Stopp des Auslagerungswahnsinns und Zusammenlegung der parallelen Förderstrukturen, statt auf „Task Forces“ für 2027 zu warten.
Warum das wichtig ist: Wenn fast 300 Millionen Euro nur für das Verteilen von Geld draufgehen, ist das System nicht mehr Diener des Bürgers, sondern sein eigener teuerster Kunde. Statt die Strukturen zu verschlanken, wird eine „Reform ab 2027“ versprochen. Eine teure Hinhaltetaktik auf Kosten der Steuerzahler.
Sollte man wissen: Analyse: Förderbericht 2024
Zur Analyse: Der Bürokratiesumpf
Quelle:
bka.gv.at


