Österreich bleibt ein teures Pflaster: Während die Inflation im Dezember bei uns auf 3,8 Prozent verharrt, atmen Deutschland und Frankreich längst auf. Finanzminister Markus Marterbauer übt sich indessen in der Disziplin des Fingerzeigens und vertröstet die Bürger auf eine Wirkung, die „bald“ eintreten soll.
Aktueller Anlass: Die Statistik Austria meldet für den Dezember eine Inflationsrate von 3,8 Prozent. Ein Wert, der zwar erstmals seit Monaten unter der Vier-Prozent-Marke liegt, aber im EU-Vergleich noch immer beschämend hoch ist.
Wer sagt was:
- SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer: „Die fehlende Bekämpfung der Inflation der Vorgängerregierung hat eine Kettenreaktion ausgelöst, die uns bis jetzt schadet.“
Hintergrund: Während der Finanzminister die Schuld in der Vergangenheit sucht, ziehen die Nachbarn an uns vorbei:
- In Deutschland liegt die Teuerung nur noch bei 1,8 Prozent.
- Frankreich meldet sogar traumhafte 0,7 Prozent.
Im Detail:
- Zwar dämpfen Benzin und Diesel die Statistik leicht, doch die lebensnotwendigen Bereiche explodieren weiter.
- Die Energiepreise schossen im Jahresvergleich um satte 9,0 Prozent nach oben, Nahrungsmittel verteuerten sich um 4,1 Prozent.
- Besonders der Dienstleistungssektor bleibt mit einem Plus von 4,4 Prozent der stärkste Preistreiber.
Was zu tun ist:
- Die Regierung muss aufhören, auf den „einen Knopf“ zu warten, den es laut Marterbauer nicht gibt, und stattdessen erklären, warum Maßnahmen wie die Mietpreisbremse in Österreich scheinbar verpuffen, während sie anderswo wirken.
- Der Finanzminister ortet bei den Treibstoffpreisen unerklärliche Gewinnmargen, da diese trotz sinkender Rohölpreise nicht stark genug gefallen seien.
Warum das wichtig ist: Das politische Narrativ der „baldigen Wirkung“ wird zunehmend unglaubwürdig. Wenn ein Finanzminister im Jahr 2026 immer noch die Vorgängerregierung für die aktuelle Teuerung verantwortlich macht, ist das keine Analyse, sondern eine Bankrotterklärung der eigenen Gestaltungskraft.
Quellen:
OTS
MeinBezirk.at


