In drei Sätzen: Das Landwirtschaftsministerium unter Norbert Totschnig (ÖVP) kürzt das Budget für das Klimaforschungsprogramm ACRP auf zwei Millionen Euro. Forscher warnen vor Kahlschlag, da Projekte zum Sachstandsbericht und Klimaszenarien versanden. Diese zeigen sich nun „besorgt“.
Der Auslöser: Der Österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel legte 2025 dar, wie Erderhitzung Land und Leute trifft, woraufhin das ACRP-Programm Projekte finanzierte. Früher mit fünf Millionen pro Jahr, verspätete sich die Ausschreibung für 2025 massiv und schrumpfte auf zwei Millionen, obschon der Fonds auf Zuwendungen wartete.
Wer sagt was:
- „Eine Reduktion kommt einem Kahlschlag gleich.“ Gerhard Wotawa (Obmann CCCA).
- „Das Jahresprogramm befindet sich in Abstimmung.“ Klima- und Energiefonds.
Das Sittenbild: Die Regierung trommelt mit Klimaschutz, kürzt indes Forschungsmittel, die Anpassungsstrategien schmieden. ÖVP und Ressortchefs posieren als Retter, lassen aber gleichzeitig Projekte verdursten.
Zwischen den Zeilen:
- CCCA-Netzwerk warnt seit Dezember vor fehlenden Zusage.
- Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerium orten Einsparungen bei Forschung, nicht bei Posten.
Follow the money:
- Vorher je 5 Mio. Euro jährlich für ACRP.
- 2025: Nur 2 Mio. Euro, Rückgang um 3 Mio. Euro.
Warum das wichtig ist: Ohne ausreichende Mittel fehlen entscheidende wissenschaftliche Grundlagen wie Klimaszenarien bis 2100, die für die Planung zukünftiger Infrastruktur in Österreich notwendig sind. Zudem schwächt dieser finanzielle Rückschritt die internationale Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Forscher und erschwert den notwendigen gesellschaftlichen Dialog über Klimaschutzmaßnahmen.
Quelle: vienna.at
