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ÖBAG: Das Ende von Thomas Schmid

Redaktion
Redaktion 3 Min Read
Thomas Schmid - ÖBAG

Der Druck war zu groß geworden. Thomas Schmid tritt mit sofortiger Wirkung als Chef der Staatsholding ÖBAG ab. “Nach intensiven Beratungen innerhalb des Aufsichtsrats ist der Aufsichtsrat gemeinsam mit MMag. Schmid zur Erkenntnis gekommen, dass die sofortige Beendigung der Vorstandstätigkeit von MMag. Thomas Schmid einen notwendigen Schritt für die ÖBAG darstellt”, teilte die Staatsholding Dienstagvormittag in einer Aussendung mit. ÖBAG-Direktorin Christine Catasta wurde als Interimsvorstand bestellt.

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Schmid trete auch von allen für die ÖBAG gehaltenen Aufsichtsratspositionen in Beteiligungsgesellschaften zurück. Nach der anhaltenden Diskussion der letzten Monate habe der Aufsichtsrat die Situation um den ÖBAG-Vorstand mit juristischer Beratung neuerlich bewertet.

Die Vertretung durch Catasta ist vorübergehend, sie werde sich im laufenden Prozess der Vorstandssuche nicht bewerben. Christine Catasta war bis 2020 Chefin von der Beratungsfirma PwC Österreich und ist seit Oktober 2020 die für die Beteiligungsgesellschaften verantwortliche Direktorin der ÖBAG.

In der Presseaussendung der der Österreichischen Beteiligungs AG (ÖBAG) heißt es weiters: “Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Thomas Schmid für die ausgezeichnete inhaltliche Arbeit der letzten zwei Jahre, distanziert sich aber gleichzeitig von den Chatnachrichten.” Zum Vorstand bestellt wurde Schmid im April 2019.

Schmid gibt mit morgen, Mittwoch, nicht nur seinen ÖBAG-Job auf, er hat sich auch als Vorstand des Aufsichtsrates des Energiekonzerns Verbund zurück gezogen. Seine Funktion übernimmt – bis zur Wahl eines neuen Vorsitzenden – sein Stellvertreter, der Vorarlberger Industrielle Martin Ohneberg.

Reaktionen aus der Politik

„Nach dem heutigen Rückzug von Thomas Schmid, der längst überfällig war, müssen auch unmittelbar die Rücktritte derer erfolgen, die ihn ins Amt gehievt haben. Ich erwarte mir hier mehr Geschlossenheit in der türkisen Familie“, so der freiheitliche Generalsekretär Michael Schnedlitz in einer ersten Reaktion.

„Endlich beginnt das Team Kurz die einzig richtigen Schritte und Konsequenzen für ihr fehlgeleitetes Verhalten zu setzen. Wenn der Kanzler und seine Truppe nur einen Funken Anstand besitzen würde, dann müsste als logische Konsequenz nun auch Kurz, Blümel, Nehammer und Co. mit Rücktritten folgen. Tut es für das Ansehen der Republik Österreich“, so Schnedlitz.

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sagte am Rande einer Pressekonferenz, dass das Ausscheiden von Schmid “sinnvoll und notwendig” ist. Auch der Aufsichtsrat selbst habe es als “notwendigen Schritt” begründet, dem habe “ich nicht viel dazuzufügen”, sagte Kogler. Seine Prognose sei ohnedies gewesen, dass der Aufsichtsrat vor dem Ausscheiden des ÖBAG-Chefs Schmid im März 2022 “Schritte setzen wird, weil es vernünftig, richtig und sinnvoll ist”.

Über die ÖBAG

Die ÖBAG steuert elf staatliche Beteiligungen im Wert von knapp 27 Mrd. Euro. Dazu gehören unter anderem der Verbund, die OMV, die Telekom Austria, die Post und die Casinos Austria. Eigentümervertreter des Staates ist der Finanzminister.

 

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