Österreich zieht Bremse

Österreicher lehnen Ukraine Beitritt zur EU klar ab.

Volodymyr Zelenskyy - President of Ukraine - FoB
Redaktion
3 Min Read

Die Botschaft aus der Bevölkerung könnte deutlicher nicht sein. Satte 60 Prozent der Österreicher erteilen einem EU-Beitritt der Ukraine eine klare Absage. Während die Politik von Solidarität spricht, fürchten die Bürger den Import von Korruption, Krieg und unkalkulierbaren Kosten.

Aktueller Anlass: Das Stimmungsbild kippt endgültig: Eine repräsentative IFDD-Umfrage vom Januar 2026 für die Kronen Zeitung zeigt, dass sich eine deutliche Mehrheit von 60 Prozent der Österreicher gegen die Aufnahme der Ukraine in die EU stellt.

Wer sagt was:

  • Österreich: Eine klare Mehrheit von 60 Prozent sagt „Nein“ zur Erweiterung, während die Skepsis seit Kriegsbeginn 2022 konstant hoch bleibt.
  • Deutschland: Dort herrscht eine gefährliche Patt-Situation: 47 Prozent sind dafür, exakt 47 Prozent dagegen. Ein Riss geht quer durch die Gesellschaft des wichtigsten EU-Zahlers geht.

Hintergrund:

  • Österreich steht mit seiner Ablehnung nicht allein auf weiter Flur, sondern führt eine wachsende Allianz der Skeptiker an.
  • Selbst in Deutschland, dem traditionellen Motor der Integration, bröckelt der Rückhalt massiv.
  • EU-weit ist die Euphorie verflogen, die Zustimmung für einen Beitritt ist von 66 Prozent im Jahr 2022 auf 52 Prozent abgestürzt.

Im Detail: Die Gründe für die Ablehnung sind keine diffuse Angst, sondern harte Fakten.

  • Finanzieller Suizid: Die Ukraine wäre mit einem BIP von nur 5.000 Euro pro Kopf (EU-Schnitt: 40.000 Euro) ein gigantischer Nettoempfänger.
  • Korruption als System: Trotz kosmetischer Reformen rangiert Kiew im Korruptionsindex auf Platz 104 von 180. Die Angst, kriminelle Strukturen direkt in den Binnenmarkt zu importieren, treibt 45 Prozent der Deutschen an.
  • Sicherheitsrisiko: Artikel 42.7 des EU-Vertrags würde die Union faktisch zur Kriegspartei machen. Dieses Szenario lässt gerade in Österreich die Alarmglocken schrillen.

Die Berechnung: Die EU-Kommission kalkuliert intern mit jährlichen Subventionen von 20 bis 30 Milliarden Euro für Kiew. Das Geld wächst nicht auf Bäumen, sondern müsste von Nettozahlern wie Österreich und Deutschland aufgebracht werden. Die wäre eine zusätzliche Steuerlast in Zeiten der Inflation.

Was zu tun ist: Die Bundesregierung muss den Mut aufbringen, in Brüssel nicht nur höflich Bedenken zu äußern, sondern ein klares Veto gegen beschleunigte Verfahren einzulegen. Statt illusorischer Beitrittsversprechen braucht es realistische Partnerschaftsmodelle, die den österreichischen Steuerzahler nicht enteignen.

Warum das wichtig ist: Wenn die Politik in Wien und Brüssel diese Zahlen ignoriert, betreibt sie den perfekten Wahlkampf für die Rechten in Europa. Die Bürger haben längst erkannt, dass Stabilität wichtiger ist als geopolitische Expansion um jeden Preis. Ein Beitritt ohne Erfüllung aller Kriterien wäre der Anfang einer reinen Transferunion, in der der österreichische Mittelstand die Zeche zahlt.

Quellen:
voxukraine.org
krone.at
moreincommon.com

Share This Article
Keine Kommentare