Auf einen Blick: Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) hat in Rotterdam einen weiteren Verdächtigen im Fall „Escape Room“ festnehmen lassen. Dem Mann wird vorgeworfen, als Broker in einem grenzüberschreitenden Umsatzsteuerkarussell mit Elektronikgeräten fungiert zu haben. Bei dem Zugriff wurden Vermögenswerte in der Höhe von 3,5 Millionen Euro sichergestellt.
Das große Ganze: Das kriminelle Netzwerk operierte über ein Geflecht aus hunderten Briefkastenfirmen in Österreich, Belgien, Deutschland, Lettland, den Niederlanden und Polen. Durch fiktive Rechnungen und Karussellgeschäfte wurden unberechtigte Vorsteuererstattungen vom Staat erschlichen. Der nun Verhaftete soll als Bindeglied zwischen den Firmen gedient und allein einen Schaden von rund 4 Millionen Euro verursacht haben.
- Schadenssumme: Allein in den Niederlanden beläuft sich der Schaden auf 22 Millionen Euro, in Belgien auf 47 Millionen Euro.
- Sicherstellungen: Die Ermittler pfändeten Immobilien, ein Auto, Lagerbestände und Bankkonten im Wert von 3,5 Millionen Euro.
- Vorgeschichte: Bereits im Oktober 2025 wurden acht Verdächtige in Belgien, den Niederlanden und Polen festgenommen.
Kein Zufall: Der Verdächtige ließ sich von den ersten Razzien im Vorjahr offenbar nicht abschrecken. Laut den Ermittlern setzte er seine Betrügereien zunächst über eine Pufferfirma fort, bevor er die kriminellen Erlöse nutzte, um ein neues Unternehmen für die Fortführung des Schemas zu gründen. Am 16. September 2026 klickten schließlich die Handschellen.
Der mutmaßliche Betrüger war so dreist, sein kriminelles Schema nach den ersten Verhaftungen im Jahr 2025 einfach über eine neue Firma weiterzuführen.
Frank sagt:
