Walter Ruck verwechselt die Wirtschaftskammer Wien offenbar mit seinem Wohnzimmer. Während Unternehmer ums Überleben kämpfen, versorgt der ÖVP-Grande seine Söhne und die Lebensgefährtin mit lukrativen Posten.
Der Auslöser: Eine aktuelle profil-Story zeig, wie schamlos das „System Ruck“ wirklich ist. Berichten zufolge besetzen Rucks Zwillingssöhne und seine Partnerin Schlüsselfunktionen in Kammer, ÖVP und Sozialversicherung. Die FPÖ spricht von einem „neuen Tiefpunkt“ im schwarzen Sumpf.
Was sie sagen:
- Ruck romantisiert die Postenschieberei: „Der Generationenwechsel (…) ist ein langwieriger Prozess.“ Übersetzung: Ich schanze meinen Kindern jetzt schon die Macht zu.
- FPÖ-Mandatar Michael Fürtbauer sieht das anders: „Hier stinkt der Fisch vom Kopf her.“ Er nennt die Kammer einen „privaten Versorgungsapparat“ für die schwarze Funktionärselite.
Das Sittenbild: Das ist kein Ausrutscher. Es ist die DNA der ÖVP. Der Wirtschaftsbund agiert wie ein Staat im Staat, in dem Ämter wie Adelstitel vererbt werden. Ruck, der sich einst per Kampfabstimmung an die Macht hievte, sichert sein Erbe. Es ist die Arroganz der Macht, die glaubt, Zwangsbeiträge sind Spielgeld für Berufsfunktionäre.
Zwischen den Zeilen: Hier verschwimmen öffentliche Ämter und private Interessen zu einem undurchsichtigen Brei:
- Christoph Ruck ist bereits Innungsmeister Bau. Exakt jene Funktion, die Papa Walter vor seinem Aufstieg hatte.
- FoB berichtete bereits über Rucks Mitgliedschaft in der Freimaurer-Loge „Marc Aurel“.
- Logen-Brüderschaften und Familienbande verfestigen ein Machtkartell, das Kritik von außen abperlen lässt.
Was bleibt über: Eine Kammer, die der Familie statt der Wirtschaft dient, hat ihre Existenzberechtigung verspielt. Ruck beweist: Die „Familienpartei“ ÖVP nimmt den Namen nur bei der Postenvergabe wörtlich.
Warum das wichtig ist: Dieser knallharte Nepotismus zerstört das letzte Vertrauen in Institutionen. Er zeigt, warum die Debatte um die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft nie stirbt: Unternehmer zahlen für ein selbstreferenzielles System, das sich mehr um den Abendbrottisch des Präsidenten sorgt als um den Standort.
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