Schuldenquote 2060: 148 Prozent

Babyboomer räumen Kassen leer, Koalition guckt zu.

Markus Marterbauer - Michael Indra - Sepa Media - FoB
Redaktion

In drei Sätzen: Das Finanzministerium peitscht eine Langfristprognose durch, die bis 2060 eine Schuldenquote von 148,2 Prozent des BIP ankündigt, wenngleich die Regierung jahrelang mit Sparrhetorik kokettiert hat. Zinsausgaben versickern weiter im Abgrund, indes demografiebedingte Kosten für Pensionen und Gesundheit explodieren. Die ÖVP/SPÖ/NEOS-Koalition versagt kläglich.

Der Auslöser: Alle drei Jahre muss das Finanzministerium eine Prognose bis 2060 vorlegen, woraufhin der aktuelle Bericht nun katastrophale Verschlechterungen offenbart. Die Schuldenquote klettert von früheren 120,8 Prozent auf 148,2 Prozent, obschon Konsolidierungsmaßnahmen angepriesen werden.

Wer sagt was:

  • „Wir konsolidieren entschlossen.“ Magnus Brunner (Finanzminister, ÖVP). Leere Worte vor der Explosion.
  • „Haushalt ist solide.“ Andreas Babler (SPÖ-Chef). Träumt weiter, während Kosten steigen.
  • „Sparmaßnahmen wirken.“ Beate Meinl-Reisinger (NEOS-Chefin). Ignoriert WIFO-Studie gnadenlos.

Das Sittenbild: Die Regierung wirbt mit Disziplin, indes Ausgaben für Pensionen auf 15,9 Prozent des BIP klettern und Gesundheit plus Pflege je 1,3 Prozentpunkte fressen. Demografieabhängige Kosten schlucken 59 Prozent der Gesamtausgaben, wenngleich Sparversprechen durchgepeitscht werden. Die heutige PR-Show zur Inflation gleich einem Jubel auf Pump.

Zwischen den Zeilen:

  • Ohne Konsolidierung wären Schulden bei über 250 Prozent: Regierung kaschiert den Abgrund.
  • Maastricht-Saldo rutscht von –2,8 Prozent auf –7,4 Prozent, Zinsen fressen 3,6 Prozentpunkte mehr.

Follow the money: Demografieausgaben von 31,2 Prozent BIP im Jahr 2024 auf 34,6 Prozent im Jahr 2060. Geld versickert endlos.

Warum das wichtig ist: Die ÖVP/SPÖ-Elite schiebt Verantwortung auf Demografie ab, indes Postenschacher und Verschwendung den Kern fressen. Leser zahlen die Zeche durch Steuern und Enteignung, während Opposition warnt.

Go Deeper: Wie unser Geld vernichtet wird:

Quelle: vienna.at

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