In drei Sätzen: Hamas hat am 14. März 2026 erstmals öffentlich zu Irans Politik Stellung genommen. Die palästinensische Gruppe bekräftigt Teherans Recht auf Selbstverteidigung gegen US-israelische Angriffe, ruft den Iran jedoch auf, benachbarte Länder nicht anzugreifen. Der Appell erfolgt inmitten des laufenden Kriegs, der seit Ende Februar 2026 die Region erschüttert.
Der Auslöser: Hamas reagierte auf Irans jüngste militärische Schritte gegen Nachbarstaaten, darunter Angriffe auf Ziele in Golfstaaten wie Katar und der Türkei. Der Iran hatte nach der Tötung von Ajatollah Ali Khamenei am 28. Februar 2026 durch US-israelische Luftschläge Vergeltung geübt und dabei den Konflikt regional ausgeweitet. Hamas distanziert sich damit erstmals vorsichtig von Teherans Eskalationskurs.
Wer sagt was:
- „Während die Gruppe das Recht des Irans bekräftigt, auf diese Aggression mit allen verfügbaren Mitteln im Einklang mit internationalen Normen und Gesetzen zu antworten, ruft sie unsere Brüder im Iran auf, benachbarte Länder nicht anzugreifen“, heißt es wörtlich in der offiziellen Erklärung von Hamas.
- Die Terrororganisation verurteilt gleichzeitig die „amerikanisch-zionistische Aggression“ gegen den Iran scharf und appellierte an alle Staaten der Region sowie an internationale Organisationen, den Krieg unverzüglich zu beenden.
Das Sittenbild: Der Appell zeigt Risse im „Widerstandsblock“, da Hamas als Iran-Verbündeter nun Zurückhaltung einfordert, um eine weitere Destabilisierung der Region zu vermeiden.
Das große Ganze: Der Konflikt begann mit der Tötung von Ali Khamenei und Familienmitgliedern in Teheran, woraufhin Mojtaba Khamenei am 9. März 2026 zum neuen Obersten Führer ernannt wurde. Iran hat seitdem mit Raketen, Drohnen und Proxy-Gruppen wie Hisbollah und Huthi reagiert, während US- und israelische Streitkräfte Tausende Ziele im Iran bombardieren, darunter militärische Anlagen und die Ölinfrastruktur. Der Krieg hat die Straße von Hormus bedroht und Ölpreise in die Höhe getrieben.
Zwischen den Zeilen:
- Hamas betont „brüderliche“ Beziehungen, um Iran nicht zu verprellen, signalisiert aber klare Grenzen.
- Es handelt sich um die erste öffentliche Kritik an iranischer Politik seit Kriegsbeginn.
- Hamas lobt diplomatische Lösungen, was auf eigene Interessen an Stabilität in Gaza hindeutet.
Follow the money: Der Krieg hat Ölpreise über 120 Dollar pro Barrel getrieben, da Iran Teile der Straße von Hormus bedroht und US-Schläge Ölexporte behindern. Iran verliert täglich Milliarden durch blockierte Exporte, während Proxy-Gruppen wie Hamas auf iranische Finanzhilfe angewiesen bleiben, die nun schrumpft.
Die andere Sicht: Hisbollah im Libanon und die Huthi im Jemen haben sich voll mit Iran solidarisiert und greifen Israel beziehungsweise Schiffe an. Beide Gruppen drohen bisher nicht mit Rückzug, sondern verstärken ihre Aktionen als Rache für den getöteten Khamenei.
Warum das wichtig ist: Hamas balanciert auf dem Drahtseil zwischen Loyalität zu Teheran und Selbsterhalt, während der Nahe Osten brennt. Am Ende zahlen die Zivilisten in Gaza, Libanon und Teheran die Rechnung für fremde Kriege, die niemand wirklich stoppen will.
Quellen:
