SM-Botschafter abberufen

Sakkmesterke - Adobe - FoB

Ein österreichischer Spitzenbeamter hat einen sadomasochistischen Blog betrieben. Fass ohne Boden deckte den Fall auf und veröffentlichte belastende Inhalte, die frauenverachtend, gewaltverherrlichend und sicherheitspolitisch brisant sind. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) zog personelle Konsequenzen.

Besonders erschütternd: Die Texte sprechen von „totaler Hingabe“, „Rape-Fantasien“ und „geistiger Disziplinierung“. In seinem Blog bezeichnete der Diplomat Frauen als „Fleisch“, glorifizierte psychologische Zerstörung und schilderte Gewaltakte in sprachlich voyeuristischer Weise. Seine Texte kreisten um Dominanz, Unterwerfung und totale Hingabe, verpackt in eine erschreckend entmenschlichende Rhetorik.

Besonders bezeichnend: Selbst die Künstliche Intelligenz verweigerte eine Übersetzung der Originalpassagen ins Englische, zu extrem, zu menschenverachtend und zu gefährlich in ihrer Wirkung.

Ministerin reagierte umgehend: Noch am Samstag wurde die Causa intern geprüft. Am darauffolgenden Montag bat der Botschafter „aus persönlichen Gründen“ um seine Abberufung, dem kam die Ministerin sofort nach. An diesem Tag veröffentliche Fass ohne eine weitere Enthüllung rund um den perversen BEIMA-Beamten.

Offizielle Stellungnahme: „Der Botschafter hat am Montag aus persönlichen Gründen um seine Abberufung gebeten. Diese wurde von der Ministerin angenommen“, hieß es am Dienstagabend auf Nachfrage der Kronen Zeitung.

Hintergrundgerüchte: In diplomatischen Kreisen der betroffenen Hauptstadt war offenbar bereits länger über die zweifelhaften Online-Aktivitäten des Beamten „getuschelt“ worden. Dennoch fehlten bis zur Veröffentlichung durch Fass ohne Boden jegliche Konsequenzen.

Sicherheitspolitische Relevanz: Die Enthüllung trifft einen Nerv im Außenministerium: Der betroffene Beamte galt als diskret, verlässlich und international erfahren. Umso größer die sicherheitspolitische Brisanz eines Doppellebens, das potenziell erpressbar macht und dem internationalen Ansehen Österreichs schaden könnte.

Strukturelles Versagen: Neben der moralischen Abgründigkeit des Einzelfalls offenbart die Affäre auch ein Systemversagen: Zahlreiche Mitarbeiter und diplomatische Insider wussten offenbar längst Bescheid, ohne zu handeln. Ein weiterer Hinweis auf ein tiefsitzendes Problem in der Fehlerkultur und Kontrollstruktur des Außenministeriums.

Fazit:
Die Affäre geht weit über individuelles Fehlverhalten hinaus. Sie wirft Fragen auf über Geheimhaltung, Loyalität, Erpressbarkeit und über das Selbstverständnis einer Diplomatie, die sich nach außen weltoffen und wertebasiert gibt, intern aber mit schwerwiegenden Verfehlungen ringt.

Share This Article
5 Kommentare