In drei Sätzen: Nur neun Tage vor dem großen Bundesparteitag am 7. März liefert SPÖ-Chef Andreas Babler der österreichischen Sozialdemokratie das schlechteste Umfrageergebnis in der jüngeren Geschichte der Fraktion: In der Sonntagsfrage der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24.at schafft die SPÖ lediglich 16 Prozent – ein Allzeit Tief der Partei. Und Babler selbst kommt in der Kanzlerfrage mit 7 Prozent erneut nur auf den letzten Platz aller Parteichefs.
Der Auslöser: Die neuesten Umfrage-Daten der Lazarsfeld Gesellschaft (1.000 Befragte vom 23. bis 24.02.2026) erschüttern die SPÖ: Unter Bablers Vorgängerin an der Spitze der Partei, Pamela Rendi-Wagner, kam die SPÖ bei der sogenannten Sonntagsfrage im März 2022 (also erst vor vier Jahren) noch auf 29 Prozent. Seit damals verlor sie 13 Prozentpunkte.
Wer sagt was: Andreas Babler will nun der FPÖ das Thema Migration „wegnehmen“, er meint auf Instagram: „Es muss Schluss damit sein, dass immer diejenigen über Migration sprechen, die am wenigsten darüber wissen. Niemand braucht Spaltung, niemand braucht Hetze, niemand braucht Sündenbockpolitik. Was wir brauchen, ist Ordnung.“ Auch der kommende Parteitag steht unter dem Motto „ordnen statt spalten“.
Das Sittenbild: Mit den 16 Prozent für die SPÖ, 22 Prozent für die ÖVP und den 9 Prozent der NEOS kommt die Dreierkoalition auf nur noch 47 Prozent, die FPÖ schafft alleine 36 Prozent. Trotzdem bestimmen die Chefs der Kleinparteien SPÖ und NEOS noch immer maßgeblich den viel kritisierten Regierungskurs: Zu geringe Maßnahmen gegen die belastende Teuerung, weiterhin Zahlungen an die Ukraine, zu wenig Schutz der Grenze, weiterhin hohe Sozialzahlungen an Migranten.
Zwischen den Zeilen: Die SPÖ verliert weiter an Zustimmung – der linkslinke Kurs des Parteivorsitzenden kommt ganz offensichtlich nicht gut an. Seine jetzt gestartete Kampagne beim Migrations-Thema kommt zu spät. Und sie ist absolut unglaubwürdig, da Bablers Parteigenosse Michael Ludwig weiterhin 9000 Euro netto monatlich an syrische Migranten-Familien auszahlen lässt – und so noch mehr Zuwanderer nach Wien lockt.
Follow the money: Trotz Budgetkrise kostet die von der SPÖ in Wien weiter betriebene Einladungspolitik den Steuerzahlern Milliarden, die bei der Gesundheitsversorgung oder bei der Schaffung neuer Jobs fehlen. Und Babler stellt sich auch nicht gegen die Zahlungen an die Ukraine, die von seiner Koalitionspartnerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) weiterhin propagiert werden – die umstrittene Außenministerin erhielt für ihren Einsatz für Kiew bekanntlich einen Verdienstorden (zweiter Klasse) von Wolodymyr Selenskyj.
Warum das wichtig ist: Die einst staatstragende Reformpartei SPÖ könnte unter Andreas Babler in die Bedeutungslosigkeit abstürzen und belastet mit ihren Problemen die gesamte Bundesregierung. Jetzt müsste der SPÖ-Chef einmal seine Fraktion ordnen und nicht mehr spalten.
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