Waffenlieferung: Iranische Raketen verstärken Russlands Angriff auf Ukraine

Laut ukrainischen Geheimdiensten hat der Iran über 200 Kurzstreckenraketen des Typs Fateh-360 an Russland geliefert. Bei diesen Raketen handelt es sich um taktische, ballistische Kurzstreckenrakete. In den kommenden Monaten dienen diese zur Verstärkung der russischen Angriffe auf die Ukraine. Die ukrainische Regierung reagierte scharf auf die Berichte und warnte vor schwerwiegenden Folgen.

Redaktion

Nach Berichten ukrainischer Geheimdienste hat der Iran Anfang September 2024 mehr als 200 Fateh-360 Kurzstreckenraketen nach Russland geliefert. Die Raketen wurden am 4. September in einen Hafen am Kaspischen Meer gebracht, von wo aus sie nach Russland transportiert wurden. Diese Waffentransfers zwischen den beiden Ländern sind nicht neu – bereits im Dezember 2023 unterzeichneten Iran und Russland ein Abkommen, das den Transfer von Raketen vorsieht.

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Scharfe Reaktion aus Kiew

Das ukrainische Außenministerium reagierte am 9. September mit deutlichen Worten auf die Berichte. Der iranische Geschäftsträger in Kiew, Shahriar Amouzegar, wurde einbestellt, um die Vorwürfe zu klären. Die ukrainische Seite betonte dabei die „verheerenden und irreparablen Konsequenzen“ für die bilateralen Beziehungen, sollte sich die Lieferung von Raketen bewahrheiten. Bereits 2022 hatte die Ukraine ihre diplomatischen Beziehungen zum Iran herabgestuft, nachdem bekannt wurde, dass Iran Drohnen an Russland lieferte.

Russische Ausbildung im Iran

Im August 2024 hatten europäische Geheimdienste bereits darauf hingewiesen, dass russische Soldaten im Iran trainiert werden, um die Fateh-360-Raketen zu bedienen. Diese Raketen haben eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern und können 150 Kilogramm Sprengstoff transportieren. Experten gehen davon aus, dass die iranischen Raketen vor allem gegen ukrainische Energieinfrastruktur, militärische Ziele und zivile Einrichtungen eingesetzt werden könnten.

Fazit und Ausblick

Die Waffenlieferungen an Russland verschärfen die internationale Kritik an der iranischen Regierung. Bereits die Lieferung von Drohnen im vergangenen Jahr sorgte für Empörung in der internationalen Gemeinschaft. Der fortgesetzte militärische Beistand an Russland könnte nicht nur die Lage in der Ukraine weiter destabilisieren, sondern auch die Beziehungen des Irans zu westlichen Ländern weiter belasten. Die ukrainische Regierung warnt eindringlich vor den Folgen dieser Entwicklungen und fordert den Iran auf, diese Praxis unverzüglich einzustellen.

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