In drei Sätzen: Österreich leidet unter einer bereits von der schwarz-grünen Bundesregierung mitverursachten massiven Budgetkrise, die SPÖ will die Bevölkerung mit neuen Steuern noch mehr belasten – aber gleichzeitig fließen Hunderttausende Euro Steuergeld in eine 97-minütige Doku über SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler. Der Film „Wahlkampf“ von Harald Friedl feierte bei der Diagonale in Graz Premiere und läuft ab 24. April 2026 in den Kinos. Ex-Vizekanzler Werner Kogler (damaliger Kulturminister, Grüne) hat für die Filmproduktion eine Fördersumme in Höhe von 350.000 Euro Steuergeld genehmigt.
Der Auslöser: Regisseur Harald Friedl beschreibt den Film „Wahlkampf“ als dokumentarische Langzeitbeobachtung. Der Film zeigt das Aufeinandertreffen „eines jungen, engagierten Wahlkampfteams“ rund um Babler mit den Herausforderungen des Jahres 2024: medialer Gegenwind und innerparteiliche Konflikte. Die Kamera ist dabei intim nah – im Auto, im Wohnmobil, bei internen Besprechungen, TV-Auftritten und auf Tour durch Österreich. Ursprünglich als reines Babler-Porträt geplant, rückten bald auch die „spannenden Leute“ aus seinem Umfeld in den Fokus, wie Friedl nach der Premiere in Graz erklärte.
Wer sagt was:
- Ein Sprecher von Andreas Babler meint dazu: „Unter Vizekanzler Babler wurden keine Förderungen für die Produktion des Films genehmigt.“
- Harald Friedl (Regisseur): „Aus nächster Nähe beschreibt der Film das Aufeinandertreffen eines jungen Wahlkampfteams mit globalem Rechtsruck und innerparteilichen Zerwürfnissen.“
Das Sittenbild: Ein amtierender Spitzenpolitiker lässt sich monatelang von einem Filmteam begleiten – der Film entstand 2024 während des Wahlkampfs. Heute sitzt derselbe Mann als Vizekanzler und Kulturverantwortlicher an der Schaltstelle der Filmförderung. Dass sich Werner Kogler und Andreas Babler nicht kennen, dürfte auszuschließen sein.
Zwischen den Zeilen:
- Die Dreharbeiten liefen von Juli bis Oktober 2024 quer durch Österreich.
- Das Kamerateam filmte Andreas Babler im Auto, im Wohnmobil und bei internen Besprechungen.
- Bei der Premiere wirkten Regisseur und Protagonist sehr einvernehmlich.
- Kritiker sprechen von fehlender Distanz und absolut zahnlosen Bildern.
Follow the money: Allein aus Bundesmitteln flossen 350.000 Euro:
- 78.275 Euro ÖFI Classic,
- etwa 112.000 Euro Referenzmittelförderung,
- 136.000 Euro ÖFI+ Produktionsförderung und 22.000 Euro ÖFI+ Green Bonus.
- Dazu kommen laut exxpress.at Beiträge des Filmfonds Wien und des Landes Niederösterreich. Das ÖFI erhält 2026 insgesamt 36,5 Millionen Euro plus ÖFI+.
Die andere Sicht: Das Team von Andreas Babler erklärt: „Das Filminstitut trifft Förderentscheidungen über eigenständige Jurys unabhängig vom Bundesministerium.“ Die Entscheidungen fielen 2024 unter Werner Kogler. Dennoch bleibt die Optik schief: Ein Vehikel für die Huldigung eines aktiven SPÖ-Politikers wird weitgehend aus Steuergeld bezahlt.
Warum das wichtig ist: Derartige Förderungen entlarven Systemversagen und die Doppelmoral der Eliten: Die Kultur dient als Deckmantel für politische Selbstinszenierung. Die schwarz-grüne Bundesregierung verteilte Steuergeld-Geschenke an die eigene Blase, während das Budget explodiert ist und nun noch immer zu weiteren Sparmaßnahmen zwingt. Und ein sozialdemokratischer Politiker lässt sich als Filmstar abfeiern, obwohl er bei der Kanzlerfrage nur 8 Prozent erreicht.
Quelle: exxpress.at
