EU-Insektenmehl bankrott

EU pumpt Millionen in Insektenfarm für Mehl – alles weg.

Redaktion

Die französische Firma Ÿnsect, einst als grüner Hoffnungsträger für Insektenprotein gefeiert, ist Ende 2025 in die gerichtliche Liquidation geschlittert. Trotz mehr als 570 Millionen Euro an eingesammeltem Kapital – darunter erhebliche öffentliche Förderungen – gelang keine wirtschaftliche Tragfähigkeit. EU und französischer Staat pumpten Millionen hinein, um Insekten als Fleischalternative salonfähig zu machen. Das Ergebnis: ein teures Fiasko, bei dem Steuergelder versickerten, während die Reste nun verhökert werden.

Der Auslöser: Am 5. Dezember 2025 ordnete ein französisches Handelsgericht die Liquidation von Ÿnsect an. Das Unternehmen hatte bereits im Februar 2025 Insolvenz angemeldet und trotz mehrerer Brückenfinanzierungen keine ausreichenden neuen Gelder auftreiben können.

Wer sagt was:

  • Emmanuel Pinto, Präsident von Ÿnsect, erklärte: „Wir haben solide Technologien und ein funktionierendes Modell, aber die Finanzierung kam nicht rechtzeitig.“
  • Antoine Hubert, Mitgründer und ehemaliger CEO, kaufte über seine neue Firma Keprea eine Pilotanlage zurück – ohne ein Wort zur Verschwendung öffentlicher Mittel.

Das Sittenbild: Ÿnsect steht exemplarisch für den Kollaps ambitionierter grüner Megaprojekte in Europa. Gute Absichten treffen auf harte Marktrealitäten. Die Insektenbranche insgesamt kämpft weiter, doch Ÿnsects Absturz wirft ein Schlaglicht auf die Risiken solcher Skalierungsversuche.

Zwischen den Zeilen:

  • Die teure Ÿnfarm-Anlage überschritt das Budget massiv und erreichte nie die geplante Vollkapazität.
  • Umsatzzahlen wurden durch interne Verrechnungen künstlich aufgeblasen, was die tatsächliche Wirtschaftlichkeit verschleierte.
  • Trotz prominenter Unterstützung (u. a. Robert Downey Jr.) blieb die Nachfrage nach Insektenprotein schwach.
https://twitter.com/Pirat_Nation/status/2006531569469763663

Follow the money: Gesamte eingesammelte Mittel: rund 570 Millionen Euro. Öffentliche Subventionen: etwa 20 Millionen Euro, davon rund 15 Millionen Euro aus EU-Programmen. Verlust 2023: 75,7 Millionen Euro. Höchster Umsatz 2021: 16,9 Millionen Euro.

Was bleibt über: Am Ende fraßen Insekten nicht den Planeten, sondern unser Steuergeld.

Warum das wichtig ist: Der Fall entlarvt die Förderlogik in Brüssel und Paris: Politiker setzen auf grüne Visionen und werfen mit Steuergeldern um sich, ohne ausreichend Markttests oder Haftung einzubauen. Es kostet nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen in die Fähigkeit der Politik.

Quellen:

Share This Article
Keine Kommentare