Dieser Bericht des Ministeriums für Infrastruktur ist ein Paradebeispiel für bürokratische Realitätsverweigerung. Während in Brüssel Milliarden für „grüne“ Visionen und militärische Mobilität versprochen werden, scheitert der Apparat bereits an der technischen Umsetzung einfachster Messwerte. Man feiert sich für „Allgemeine Ausrichtungen“, während die eigene Infrastruktur unter der Last schwerer Lkw zerbröselt, die man gleichzeitig fördern will.
Schizophrenie der Ziele
Fakt: Die EU stellt 2,9 Milliarden Euro an Förderungen für den Sustainable Transport Investment Plan (STIP) bereit.
Widerspruch: Zehn Mitgliedstaaten geben gleichzeitig zu, dass die 2023 vereinbarten Ziele für die Ladeinfrastruktur schwerer Nutzfahrzeuge unter aktuellen Marktbedingungen schlicht nicht erreichbar waren. Man pumpt also Milliarden in ein System, dessen eigene Architekten bereits die weiße Flagge hissen und Fristverlängerungen fordern.
FoB-Frage: Warum verbrennen wir Milliarden in einem „Investment Plan“, wenn die zuständigen Minister bereits schriftlich geben, dass ihre eigenen Ziele eine Illusion sind?
Trick der Bürokratie
Beobachtung: Es wird eine „eSAF early Movers Coalition“ ins Leben gerufen, um eine „double auction“ im Jahr 2026 durchzuführen.
Übersetzung: Hinter diesem Marketingsprech verbirgt sich die nächste Ebene der Umverteilung: 2.900.000.000 Euro. Das entspricht etwa dem Jahresgehalt von 58.000 Durchschnittsverdienern, die für die Experimente einer „Koalition der Frühbeweger“ aufkommen dürfen.
Analyse: Die Profiteure sitzen in der „Industrial Maritime Strategy“ und diversen Gremien, die das Geld für „alternative Kraftstoffe“ verwalten, während der Bürger an der Zapfsäule die echte Rechnung zahlt.
Techniken der Verschleierung
Mechanik:
- Die „Richtlinie Maße und Gewichte“ wird als Fortschritt verkauft, obwohl Österreich selbst vor der Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Schiene warnt.
- Österreich enthielt sich der Stimme: Ein feiger diplomatischer Rückzug, der als „Wortmeldung“ getarnt wird, um das Gesicht zu wahren, während man die Zerstörung der heimischen Schienenwettbewerbsfähigkeit durch schwerere Lkw einfach geschehen lässt.
Bilanz der Wirkung
Erfolgsmeldung: Das Ministerium begrüßt die „Connecting Europe Facility“ (CEF) als „starkes EU-Förderprogramm“.
Realitätscheck: Während man von „grenzüberschreitenden Projekten“ träumt, melden sechs Mitgliedstaaten, dass ihre kritische Infrastruktur bereits durch Schmuggel-Drohnen und Luftraumverletzungen aus Drittstaaten faktisch auf dem Prüfstand steht. Der Output ist kein Schutz, sondern die bloße Ankündigung, bis Ende 2026 an einem „Aktionsplan“ zu arbeiten.
Fazit
Dieser Bericht ist ein Offenbarungseid. Die Politik flüchtet sich in milliardenschwere Förder-Fantasien, während sie bei der Sicherung des Luftraums und der Wettbewerbsfähigkeit der Bahn kapituliert. Wer „nachhaltige Wertschöpfung“ predigt, aber bei der Belastung der Infrastruktur nur zuschaut, hat den Kompass verloren. Ein teures Versteckspiel auf Kosten der Steuerzahler.
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