In drei Sätzen: Die Polizei, dein Freund und Helfer, ist rund um die Uhr auch auf dem Social-Media-Kanal X im Einsatz: In einer heftigen Debatte über „Luschen“ und die Überwachung des Tragens der Corona-Masken beendeten die Einsatzkräfte dann die Diskussion mit einer für Behörden kommunikativ eher ungewöhnlichen Aussage – die Beamten der Landespolizeidirektion Wien schrieben wörtlich: „Wir denken nicht, dass wir uns hier verbal anbrunzen lassen müssen – Osterfriede hin oder her.“
Der Auslöser: „Harte Maßnahmen gegen Invasoren – nicht gegen die eigene Bevölkerung, geehrte süddeutsche Polizei, die albern Deutsch spricht“ – so provozierte ein X-User die Beamten des Social-Media-Teams in Wien mit einem Video-Beispiel aus Italien, das einen entschlossenen Polizeieinsatz gegen einen gewalttätigen Migranten zeigt. Die erste Reaktion der österreichischen Polizisten: „Es ist interessant, dass immer die Leute nach harten Maßnahmen rufen, die am lautesten über „Faschismus“ gejammert haben, als sie eine Maske aufsetzen sollten.“
Wer sagt was:
- Ein X-User warf der österreichischen Polizei vor, kriminelle Migranten zu sanft zu behandeln und zeigte dazu ein Video aus Italien: „So schützt man sein Volk vor kriminellen #Invasoren, & nicht wie unsere „LuscheN“ Polizei z.B: @LPDWien die nur gegen das eigene Volk, gegen Alte, Kinder und friedlichen Demonstranten vorgeht.“
- Die Wiener Polizei antwortete: „Es ist interessant, dass immer die Leute nach harten Maßnahmen rufen, die am lautesten über „Faschismus“ gejammert haben, als sie eine Maske aufsetzen sollten.“
- Und zu den Corona-Einsätzen: „Nun, wir haben gesetzliche Vorgaben umgesetzt, so wie es unsere Aufgabe ist. Dass dabei ob der speziellen Situation, die so bis dahin niemand kannte, auch viele Fehler passiert sind, ist unbestritten.“
Zwischen den Zeilen: Allein diese Antwort wurde mehr als 100.000-mal gelesen. Dann eskalierte die Debatte:
- Die Exekutive wurde massiv für ihre Tätigkeit während der Corona-Pandemie kritisiert, es setzte auch Beschimpfungen.
- Am Ostersonntag um 11.31 Uhr reichte es dann den Beamten – sie meinten auf X: „Wir denken nicht, dass wir uns hier verbal anbrunzen lassen müssen.“
Das Sittenbild: Die emotional geführte Debatte um die Überwachung der Corona-Maßnahmen durch die Polizei zeigt, wie massiv die Grundrechte vieler Österreicher von diesem Handeln verletzt worden sind, und das Unterlassen einer umfassenden Aufarbeitung noch immer verärgert. Verbale Pauschalattacken auf die Polizei sind aber trotz allem zu kritisieren – bei 32.000 Beamten machen 99,9 Prozent einen ausgezeichneten Job und müssen sich keinesfalls untergriffige Attacken gefallen lassen, auch nicht auf X.
Link: X-Account der Wiener Polizei
