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EU-Sanktionen wirkungslos: Russland rüstet mit Gleitbomben auf

Selenskyj forderte neue Sanktionen gegen die russische Rüstungslieferkette.

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Chefredakteur | Chaos is Order. Do not fear the darkness.
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Auf einen Blick: Trotz 21 Sanktionspaketen der EU erreicht der russische Bombenterror neue Rekordwerte. Präsident Selenskyj fordert nun ein Ende der löchrigen Lieferketten, während westliche Komponenten weiterhin den Weg in Moskaus Rüstungsschmieden finden.

Die nackten Zahlen belegen das Scheitern der bisherigen westlichen Strategie. Während Brüssel sich in bürokratischen Ankündigungen verliert, hat Russland seine Angriffsintensität massiv gesteigert. Der Juli markiert den blutigsten Monat für die ukrainische Zivilbevölkerung seit über zwei Jahren.

Die nackten Zahlen des Terrors

  • 8.300 Gleitbomben: Diese Rekordzahl feuerte Russland allein im Juli ab – der höchste Wert seit Kriegsbeginn.
  • 220 Bomben täglich: Moskau wirft pro Tag rund 220 Lenkbomben auf Städte entlang der Frontlinie ab.
  • Zivile Opfer: Ein Angriff auf Wohngebäude in Kramatorsk forderte jüngst ein Todesopfer und 16 Verletzte.

Technik-Upgrade für Sowjet-Schrott

Worum es geht: Russland nutzt eine kosteneffiziente Methode, um alte Bestände tödlich präzise zu machen. Das Zauberwort heißt UMPK (Unified Gliding and Correction Module). Dabei handelt es sich um Leitsysteme, mit denen einfache Freifallbomben aus der Sowjetära nachgerüstet werden.

Im Detail: Diese Gleitbomben fliegen auf einer flachen Flugbahn. Der entscheidende Vorteil für Moskau: Die Flugzeuge können die Waffen außerhalb der Reichweite der ukrainischen Luftabwehr abwerfen. Neben diesen Nachrüstsätzen tauchte 2024 erstmals eine völlig neue Generation speziell entwickelter Gleitbomben auf.

Das Versagen der Brüsseler Bürokratie

Zwischen den Zeilen: Selenskyj nimmt kein Blatt vor den Mund und fordert eine totale Blockade der russischen Rüstungslogistik:

  • Seine Forderung ist eine schallende Ohrfeige für die EU-Sanktionspolitik: “Es muss Druck auf jede Lieferkette für ausländische Komponenten und jedes Unternehmen ausgeübt werden, das daran arbeitet, Angriffe auf Menschenleben zu ermöglichen.”
  • Das jüngste 21. Sanktionspaket der EU listet zwar 13 Unternehmen auf, die elektronische Bauteile für Verteidigungsgüter nach Russland exportierten.
  • Zwei dieser Firmen sind konkret an der Produktion der Lenkmodule für die Gleitbomben beteiligt.
  • Dass diese Kanäle nach Jahren des Krieges überhaupt noch offen sind, offenbart die Ineffizienz der europäischen Kontrollmechanismen.

Key Facts zum Rüstungs-Leck

  • Schmuggel: Russische Rüstungsgüter basieren weiterhin massiv auf ausländischen Elektronikbauteilen.
  • Wirkungslose Pakete: 21 EU-Sanktionsrunden konnten die Produktion der UMPK-Module bisher nicht stoppen.
  • Elektronische Kriegsführung: Laut Experten ist das Stören der Leitsignale (Jamming) derzeit die einzige wirksame Verteidigung gegen Gleitbomben.

Warum das wichtig ist: Während die Ukraine auf elektronische Gegenmaßnahmen setzt, bleibt die politische Lösung auf der Strecke. Solange westliche Technik über Drittwege in russische Bomben fließt, bleibt jede Sanktionsliste aus Brüssel lediglich bedrucktes Papier.

SOURCES:Euraktiv
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