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Politik

Glyphosat-Insider: Ebenso gefragt wie selten

Glyphosat-Insider - Ebenso gefragt wie selten
Glyphosat-Insider - Ebenso gefragt wie selten
Wolfgang Josef Caha
Wolfgang Josef Caha
30. November 2017
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4 Min Read

Jeffrey Wigand, ein Chemiker aus New York, beschäftigte sich in den 90ern in einem US-Tabakkonzern mit der Entwicklung von Zigaretten. Als er mit seinen Erkenntnissen, dass die Tabakindustrie bewusst vorsätzlich und systematisch das Gesundheitsrisiko von Zigaretten verheimlichten und dies sogar unter Eid bestritten, an die Öffentlichkeit ging, wurde er zum Nationalheld. Doch davor waren er und seine Familie auf der Flucht vor ständigen Bedrohungen bis zum Mord.

Sabine Grataloup ist die Mutter des sechsjährigen Theo. Sie leben in Frankreich, betreiben einen kleinen Pferdehof. Während den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft hantierte sie mit Roundup. Vertrauensvoll, so wie es auf der Sprühflasche stand, respektive eben weil darauf vor nichts gewarnt wurde. Unbedenklich. Theo wurde rund 50 mal operiert. Seine deformierte Speise- und Luftröhre hätte nie ein erträglich normales Leben zugelassen.

Nur ein Fall von vielen, die in der ARTE-Dokumentation „Roundup – Der Prozess“ vor einem Tribunal präsentiert wurden. Im Mittelpunkt: Glyphosat und dessen größter Produzent Monsanto. Die diesem Tribunal vorsitzenden Richter hatten natürlich weder Macht noch Mittel etwas zu bewirken. Die Bemühung, ein Urteil zu fällen endete damit, die offensichtliche Verharmlosung und systematische Ignoranz über die Auswirkungen von umstrittenen umweltschädlichen Substanzen, einen Namen zu geben: Ökozid. Monsanto reagierte auf mehrerer Einladungen zu diesem Event – und entsandte keinen Vertreter, der zu den Vorwürfen hätte Stellung nehmen können.

Glyphosat-Insider - Ebenso gefragt wie selten
Glyphosat-Insider – Ebenso gefragt wie selten – Wolfgang Josef Caha

Die EU verlängerte nun die Zulassung für glyphosathaltige Produkte. Die Pflanzenschutzindustrie jubelt, ebenso deren Aktionäre, konträr die umweltaffinen NGOs. Die das Volk vertretenden Politiker wetteifern um die schärfsten zu wählenden Worte, um die Brüsseler Entscheidung zu verurteilen. Die Statements, unterlegt von jeder politischen Couleur, die aus den Politbüros wuchern, tragen stets die selbe Überschrift: „Glyphosat verbieten!“ Doch diesen Prozess auf nationaler Ebene durchzustehen ist, wie mittlerweile bekannt ist, nicht einfach bis unmöglich. Brüssel hat entschieden. Punktum.

Wie sehr die Politik gespalten ist, zeigt sich am Beispiel der AGES (Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit).  In einer Verbraucherinformation ist zu lesen (ages.at):

„Glyphosat ist für den Menschen, sowohl für KonsumentInnen von Lebensmitteln als auch für die AnwenderInnen von Pflanzenschutzmitteln, bei sachgerechter Anwendung gesundheitlich weitgehend unbedenklich.“

Und doch fordern die Genossen gemeinsam mit Frau Ministerin Pamela Rendi-Wagner am vordringlichsten ein nationales Verbot. Gleich direkt an die künftige Regierung adressiert wurde diese Forderung vom Kärntner Landeshauptmann Kaiser: „Dass es bis dato seitens der eine neue Koalition schmiedenden ÖVP und FPÖ noch kein nennenswertes Signal der Unterstützung für diesen SPÖ-Antrag gibt, sei bemerkenswert.“ Empfehlung an den Herrn Landeshauptmann: Die AGES hat doch geschrieben, dass …

Jeffrey Wigand ist ein Held. Einer, der sich täglich im Spiegel sehen kann. Monsanto hat 24.100, bald, wenn es mit Bayer verschmolzen ist, gesamt 46.000 Mitarbeiter. Und, wer weiß, irgendwann wird einer davon eines Tages vielleicht entdecken, dass er das Potential zum Helden hat. Und damit Schiksale, wie die des kleinen Theo Grataloup, einer Familie ersparen kann.

Apropos Schiksale. Bayer, das nun Monsanto inhaliert, verkündet auf seiner Homepage die Absicht, vermehrt in die Erforschung von Mittel gegen Krebs zu investieren. Wie viel an Zynismus, oder lediglich mentale Ungeschicklichkeit diese Mitteilung beinhaltet, sei dem geschätzten Betrachter überlassen.

Siehe auch Bayer stärkt Pharmageschäft mit Milliarden-Deal

Produkte mit Glyphosat

Da kein Verkaufsverbot ausgesprochen wurde, obliegt es jedem Konsumenten selbst, eines dieser glyphosathaltigen Produkte zu kaufen (vgl. Global 2000):

  • Batnatian Super 360
  • Clinic Free
  • Gallup Biograde 360
  • Glyfos (Varianten: Dakar, Envision)
  • Glypho-Rapid 450
  • Keeper Unkrautfrei
  • Quex (Varianten: Unkrautfrei Premium, Unkrautsalz)
  • Resolva Weedkiller
  • Roundup (Varianten: Roundup 60, Alphee, Easy, Gel, Gel Max, LB Plus, Speed, Spezial, Ultra, Universal)
  • Technolit Glyphosat 360
  • Ustinex (Varianten: Saison-Unkrautfrei AL, Unkrautsalz flüssig)
  • Vorox (Varianten: Gierschfrei, Unkrautfrei Direkt AF)

Zum Video: Roundup, der Prozess (Verfügbar: vom 17. Oktober 2017 bis zum 16. Dezember 2017)

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