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AK-Wahl: Freiheitlicher Triumph erschüttert Vorarlberg

Redaktion
Redaktion 2 Min Read
Michael Koschat - FA FPÖ Vorarlberg

Während die starken Fraktionen der ÖVP-nahen Christlichen Gewerkschafter (FCG-AK) und der Sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) Stimmenverluste hinnehmen mussten, verdoppelten die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) ihre Mandate.

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Blauer Erdrutschsieg

In der Arbeiterkammerwahl in Vorarlberg kam es zu einer politischen Sensation: Die FCG-AK bleibt mit 42,3 Prozent der Stimmen die stärkste Kraft, gefolgt von der FSG mit 28,1 Prozent. Die FA erreichten hingegen einen bemerkenswerten Zuwachs und sicherten sich 14,5 Prozent der Stimmen.

Freiheitliche verdoppeln Stimmenanteil

Die Wahl zeigte deutliche Verschiebungen innerhalb der Arbeiterkammer Vorarlberg. Die FCG-AK und die FSG verloren gemeinsam über sieben Prozentpunkte, während die FA ihren Stimmenanteil fast verdoppeln konnten. “Man sieht, wo die Stimmen hingegangen sind”, kommentierte Manuela Auer (FSG) das Ergebnis.

CO2-Strafsteuer als Gamechanger

Bernhard Heinzle (FCG-AK) zeigte sich trotz Verlusten zufrieden und betonte, sein Ziel erreicht zu haben. Manuela Auer (FSG) sprach von einer “hohen Frustration in der Bevölkerung” als Grund für die Verluste ihrer Fraktion, betonte jedoch, das “hohe Niveau” gehalten zu haben. Michael Koschat (FA) freute sich über das “spitze” Ergebnis seiner Fraktion, das er Themen wie der Abschaffung der CO2-Steuer und steuerfreien Überstunden zuschrieb.

Diverse Listen und Wahlbeteiligung

Neben den großen Gewinnern und Verlierern der Wahl blieben andere angetretene Fraktionen wie “Heimat aller Kulturen” (HaK) und die grün-nahe Liste „Gemeinsam“ deutlich unter der Zehn-Prozent-Marke. Die Wahlbeteiligung fiel mit 35,3 Prozent geringer aus als bei der vorherigen Wahl, was auf ein nachlassendes Interesse der Wahlberechtigten hindeuten könnte. Die Freiheitlichen Arbeitnehmer konnten als einzige Fraktion ihre Anhänger erfolgreich mobilisieren.

Neue Sitzverteilung

Die neue Zusammensetzung der Arbeiterkammer Vorarlberg spiegelt die veränderten politischen Kräfteverhältnisse wider. Die FCG-AK wird 31 Sitze einnehmen, die FSG 20, während die FA ihre Präsenz auf zehn Sitze ausbauen konnte. Die anderen Listen verteilten die restlichen Sitze unter sich. Die konstituierende Sitzung der Vollversammlung, bei der voraussichtlich Bernhard Heinzle als AK-Präsident bestätigt wird, ist für den 14. März angesetzt.

Fazit und Ausblick

Die Arbeiterkammerwahl in Vorarlberg hat die politische Landschaft deutlich verändert. Die Ergebnisse zeigen eine Verschiebung der Wählergunst hin zu den Freiheitlichen Arbeitnehmern, während etablierte Kräfte Verluste verzeichnen mussten. Frei nach dem ehemaligen Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP): Das „Establishment wurde abgestraft.“

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