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Brunner vs. Gewessler: Tunnelkrieg in der Regierung

Redaktion
Redaktion 2 Min Read
Magnus Brunner - Sepa Media - Michael Indra

In einem Brief fordert Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) von Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) die Realisierung des umstrittenen Lobautunnels. Dies entfacht erneut Diskussionen über das Projekt.

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Eskalation um Lobautunnel

Das Thema Lobautunnel sorgt weiterhin für politischen Zündstoff. Brunner appelliert in seinem Brief an das von Gewessler geleitete Infrastrukturministerium, die Durchführung aller gesetzlich festgelegten Projekte, einschließlich des Lobautunnels, sicherzustellen. Das Finanzministerium verknüpft die Zustimmung zu den Kostenplänen der Asfinag mit dieser Forderung.

Umwelt contra Infrastruktur

Gewessler, bekannt für ihr Engagement im Umweltschutz, steht dem Projekt skeptisch gegenüber. Eine Stellungnahme des BMK betont die Notwendigkeit einer strategischen Verkehrsüberprüfung als Grundlage für die Entscheidung über den Tunnel. Die Ministerin unterstreicht die negativen Auswirkungen des Tunnels auf das Klima und die Biodiversität und bekräftigt die Entscheidung, das Projekt nicht fortzuführen.

Brunners Position

Finanzminister Brunner hingegen sieht die Sache anders. Laut einem Bericht des „Kurier“ hat er das Straßenbauprogramm 2022 ohne den Lobautunnel genehmigt, jedoch mit der Erwartung, dass die Projekte nur temporär pausieren. Er setzt nun eine Frist von zwei Jahren für die Wiederaufnahme der Tunnelarbeiten.

Gewesslers Widerstand

Gewessler kündigte im September 2022 eine eingehende Prüfung des Projekts an, welche zur Streichung des Tunnels aus dem Straßenbaugesetz führen könnte. Sie beruft sich auf Expertisen, die den Tunnel als kontraproduktiv für Wiens Klimaziele einstufen. Die Prüfung soll etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen, wobei Gewessler optimistisch ist, dass der Tunnel letztendlich gestrichen wird.

Öffentliche Meinung

Die politische Landschaft zeigt gemischte Reaktionen. Während die Bundes-ÖVP Gewesslers Vorstoß kritisiert, kommt Unterstützung aus anderen politischen Lagern in Wien und Niederösterreich. Die Asfinag hingegen verweist auf die noch ausstehende strategische Verkehrsüberprüfung, die maßgeblich für die weitere Planung ist.

Fazit und Ausblick

Der Konflikt um den Lobautunnel verdeutlicht die Herausforderungen, die sich bei der Abwägung zwischen ökologischen Bedenken und infrastruktureller Entwicklung ergeben. Während Brunner auf die Umsetzung drängt, bleibt Gewessler bei ihrer Ablehnung des Projekts aus Umweltschutzgründen. Der Fortgang des Projekts bleibt ungewiss, spiegelt aber die wachsende Spannung zwischen Umweltschutz und Entwicklung wider. Und es zeigt, dass Grüne keine Bereitschaft zu Kompromissen zeigen. 

Quelle

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