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Fentanyl -Krise: Republikaner fordern US-Militäreinsatz gegen Drogenkartelle

Redaktion
Redaktion 3 Min Read
Sujetbild Kampfflugzeug - WikiImages - Pixabay

Die Vereinigten Staaten befinden sich in der schlimmsten Drogenkrise ihrer Geschichte. Die Killerdroge “Fentanyl” wird zu einem massiven Problem. Als Präsident Richard Nixon 1971 einen “Krieg gegen Drogen” begann, gab es jährlich 6.771 Todesfälle durch eine  Überdosis. Im vergangenen Jahr starben 107.375 Amerikaner an einer Überdosis. Fast 70 Prozent dieser Todesfälle basierte auf Fentanyl.

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Fentanyl wurde zur tödlichsten Droge Amerikas

„Fentanyl ist die tödlichste Drogenbedrohung,. [...] Fentanyl ist überall."

Der Gouverneur von Florida und US-Präsidentschaftskandidat Ron DeSantis wäre bereit, Drohnenangriffe gegen Drogenkartelle in Mexiko zu genehmigen. Der Zuspruch für einen Einsatz des Militärs ist nicht neu auf republikanischer Seite. 

Bereits im März äußerte sich der ehemalige US-Präsident Donald Trump positiv für den Einsatz von „Spezialeinheiten“ und für eine „Cyber-Kriegsführung“ gegen Drogenkartelle.

Als Präsident erwog Trump, Drogenkartelle auf die schwarze Terrorliste des Außenministeriums zu setzen. Er fragte auch nach dem Einsatz von Raketen, um Drogenlabore in Mexiko auszuschalten. Der ehemalige Verteidigungsminister Mark Esper beschrieb dies in seinen Memoiren.

Unterdessen reagieren die Demokraten allergisch auf die Vorschläge der Republikaner. Präsident Joe Biden will keine Invasion starten und hat die Bezeichnung „Terrorist“ für Kartelle abgelehnt. Die US-Regierung argumentiert, dass zwei erlassene Durchführungsverordnungen der Strafverfolgungsbehörden bereits auf transnationale Organisationen ausgeweitet wurden.

USA im Tranq- und Fentanyl-Rausch

Anlass für den Zuspruch nach einem Militäreinsatz ist zum einen die Vorwahlkampfzeit. In den Vereinigten Staaten wird im kommenden Jahr gewählt. Darüber hinaus häufen sich “Zombies” auf den Straßen. Die Drogensüchtigen wirken abwesend, der Kopf gebeugt, die Gliedmaßen zeigen starke Verwundungen. Offene Wunden zeichnen ihre Körper. Was klingt wie der Anfang eines Horrorfilms, ist bittere Realität. 

Tranq heißt eigentlich Xylazin und stammt aus der Tiermedizin. Tiere werden mit dem Medikament ruhig gestellt. Auf den Straßen der USA sind es Menschen, die sich mit der Droge betäuben.

Die offenen Wunden kommen daher, dass Xylazin wohl die Blutgefäße verengt. Auch Amputationen von Gliedmaßen sind deshalb immer wieder notwendig.

Ein Grund für die Volksabhängigkeit ist das Gesundheitssystem. In den USA werden starke Schmerz- und Betäubungsmittel leichtfertiger verschrieben, als beispielsweise in Österreich oder Deutschland.

Mit der Corona-Pandemie hat sich die aktuelle Opioid-Krise noch einmal verschärft. Hilfs- und Betreuungsangebote gibt es in den USA ohnehin selten, die Lockdowns haben die Situation verschlimmert.

US-Vorwahlen im Überblick

Bisher erfüllen neben Trump sieben weitere Bewerber die Anforderungen der Republikaner bezüglich der Umfragewerte und des Spendenvermögens, um an der Debatte teilzunehmen: Floridas Gouverneur Ron DeSantis, der ehemalige US-Vizepräsident Mike Pence, Senator Tim Scott aus South Carolina, der Unternehmer Vivek Ramaswamy, die ehemalige Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, der ehemalige Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, und der Gouverneur von North Dakota, Doug Burgum. Die Vorwahlen der Republikaner finden zwischen Jänner und Juni statt, die Präsidentschaftswahl dann am 5. November 2024.

Wissenwertes über Fentanyl

Fentanyl ist ein synthetisches Opioid, das bis zu 100-mal stärker ist als Morphin und schon in kleinen Mengen tödlich wirken kann. Fentanyl wird oft ohne Wissen der Konsumenten mit anderen illegalen Drogen gemischt, was das Risiko einer Überdosierung erhöht.

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