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Fass ohne Boden > Wirtschaft > Fitch: Österreich behält AA+ Rating trotz wachsender Kritik
Wirtschaft

Fitch: Österreich behält AA+ Rating trotz wachsender Kritik

Die US-Ratingagentur Fitch hat ihre Bewertung für Österreich mit AA+ bestätigt und den Ausblick auf "stabil" belassen. Trotz einer diversifizierten und wohlhabenden Wirtschaft sieht Fitch eine hohe Staatsverschuldung im Vergleich zu anderen Ländern mit ähnlichem Rating.

Magnus Brunner - Sepa Media - Michael Indra
Magnus Brunner - Sepa Media - Michael Indra
Redaktion
Redaktion
21. Juli 2024
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2 Min Read

Fitch prognostiziert für dieses Jahr ein schwächeres Wirtschaftswachstum und höhere Staatsausgaben. Gründe dafür sind die Verlängerung der Strompreisbremse und die Aussetzung der CO2-Steuern bis Ende 2024.

Contents
  • 2025 kaum Wachstum
  • Bankensystem und Schuldenlage
  • Defizitziele und Fiskalpolitik
  • Kritik an der Verschuldung
  • Fazit und Ausblick
  • Quelle

2025 kaum Wachstum

Für das kommende Jahr erwartet die Ratingagentur ein Wachstum von nur 0,4 Prozent, getragen vor allem durch den privaten Konsum, der von einem Reallohnwachstum und einem robusten Arbeitsmarkt profitiert. Gleichzeitig könnte das Lohnwachstum jedoch die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs beeinträchtigen.

Bankensystem und Schuldenlage

Das österreichische Bankensystem bewertet Fitch als weitgehend widerstandsfähig. Obwohl russische Bankaktiva in einigen größeren österreichischen Banken konzentriert sind, erscheint das Risiko für den Sektor insgesamt überschaubar. Eine eher geringe Haushaltsverschuldung verringere zudem die Risiken, die durch rückläufige Immobilienpreise entstehen könnten.

Defizitziele und Fiskalpolitik

Österreich dürfte trotz höherer Ausgaben und weniger Wachstum sein geplantes Defizit von 2,9 Prozent des BIP für dieses Jahr erreichen. Im Vergleich zu anderen Ländern mit AA-Rating sei die Staatsverschuldung jedoch höher. Fitch erwartet eine Reduzierung des Defizits auf 2,7 Prozent im Jahr 2025 und 2,5 Prozent im Jahr 2026, was auf Sparmaßnahmen und ein wieder steigendes Wirtschaftswachstum zurückzuführen ist. Auch nach den Nationalratswahlen im September rechnet Fitch mit Kontinuität in fiskalischen Fragen.

Kritik an der Verschuldung

Kritiker bemängeln vor allem die hohe Staatsverschuldung. „Die im Vergleich zu anderen AA-Ländern höhere Verschuldung bleibt ein wesentlicher Kritikpunkt“, so ein Analyst von Fitch. Die Agentur betont, dass trotz stabiler Ratings die fiskalische Lage Österreichs genau beobachtet werden müsse, um langfristig eine positive Entwicklung sicherzustellen.

Fazit und Ausblick

Österreich bleibt mit einem AA+ Rating stabil, jedoch zeigen die prognostizierten Wachstumsraten und die steigenden Ausgaben, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu meistern und die Staatsverschuldung zu reduzieren.

Quelle

APA-NewsDesk

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