Gewessler rhetorische Mottenkiste

Wenn das Volk "falsch" wählt, wird es von Gewessler beleidigt.

Redaktion
Leonore Gewessler - Sepa Media - Michael Indra - FoB

Leonore Gewessler greift tief in die rhetorische Mottenkiste. Sie beschwört das Schreckgespenst einer Autokratie herauf. Eigene Antworten auf die brennenden Sorgen der Bürger bleibt sie schuldig. Es ist ein durchschaubares Manöver einer Partei, die offenbar keine anderen Themen mehr hat.

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Der Auslöser: Herbert Kickl hielt eine Rede beim Neujahrstreffen der FPÖ. Leonore Gewessler reagierte darauf prompt mit einer scharfen Presseaussendung.

Wer sagt was: Der grüne Bundessprecher behauptet, Kickl und seine Partei würden davon leben, „Menschen gegeneinander auszuspielen“. Gewessler nennt die Aussagen des Freiheitlichen „Wutreden ohne Plan“ und „hetzerische Parolen“. Sie warnt eindringlich: „Österreich ist keine Kickl-Autokratie, auch wenn die Blauen davon träumen“. Zudem unterstellt sie Kickl, er habe „mit der Demokratie nix am Hut“ und orientiere sich an Orban und Trump.

Das Sittenbild: Statt inhaltlicher Auseinandersetzung gibt es Pauschalverurteilungen von der grünen Chefin. Wer „Orban und Trump“ als Totschlagargument braucht, hat oft selbst keine Argumente mehr. Es zeigt, wie nervös die einstige Regierungspartei in der Oppositionsrolle agiert. Die Grünen versuchen, sich als alleinige Hüter des „Miteinanders“ zu inszenieren, während sie den politischen Gegner dämonisieren.

Zwischen den Zeilen:

  • Gewessler spricht zwar von den „echten Problemen“ der Menschen wie Miete und Einkauf. Sie liefert in ihrer Kritik aber selbst keinen einzigen Lösungsvorschlag.
  • Der Vorwurf der „Hetze“ dient hier offensichtlich dazu, jede inhaltliche Diskussion im Keim zu ersticken.
  • Interessant ist der Widerspruch: Sie wirft Kickl Spaltung vor. Gleichzeitig teilt sie die Welt strikt in Gut (Grün) und Böse (Blau) ein.

Was bleibt über: Viel Moral, aber absolut gar kein Inhalt. Die Sorgen der Bürger werden hier instrumentalisiert, nicht gelöst.

Warum das wichtig ist: Hier offenbart sich eine toxische Symbiose: Die Grünen brauchen das Feindbild Kickl wie die Luft zum Atmen. Ohne das ständige Schreckgespenst der „Autokratie“ wäre die eigene Inhaltsleere kaum zu übertünchen. Das ist billiges Marketing auf dem Rücken verunsicherter Bürger.

Quellen:

ots.at

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