HCV-Fonds: Hepatitis-C-Betroffene schauen durch die Finger

Redaktion
Johannes Rauch - Sepa Media - Martien Juen

Die Kritik an Gesundheitsminister Rauch wächst. FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak wirft ihm vor, Hepatitis-C-Betroffene im Stich zu lassen. Es besteht Unklarheit über die Verwendung von 881.000 Euro des HCV-Fonds.

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Mangelnde Transparenz

Kaniak kritisiert das intransparente Leistungskonzept des HCV-Fonds. Er behauptet, viele unverschuldet Infizierte würden benachteiligt. „Dieses Leistungskonzept darf nicht verschleiert werden“, fordert Kaniak. Er zitiert aus einer Anfragebeantwortung: „Bei Menschen wird gespart, bei Inseraten wird verpulvert“.

Widersprüche und Unklarheiten

Kaniak enthüllt, dass seit 2016 106 Betroffene Kürzungen oder Streichungen der Leistungen erlebten. „Virenfrei heißt nicht gleich gesund“, erklärt er. Aktuell erhalten nur 32 Personen Entschädigungszahlungen. Der Minister räumt ein, die genaue Anzahl der Betroffenen in Österreich nicht zu kennen.

Rätselhafte Finanzen

Der FPÖ-Politiker ortet Widersprüche in der Handhabung des Fonds. Die AUVA bewertet eine Minderung der Erwerbsfähigkeit anders als der HCV-Fonds. „Diese Einschränkung ist nicht nachvollziehbar“, kritisiert Kaniak.

"Wo verschwand das Geld?"

Es besteht Unklarheit über die Verwendung von 881.000 Euro des HCV-Fonds. Trotz eines Überschusses von einer Million Euro verfügt der Fonds nur über 118.600 Euro. „Wohin verschwand das Geld?“, fragt Kaniak.

Fazit und Rückblick

In den 1970er und 1980er Jahren infizierten sich Hunderte in Österreich unverschuldet mit Hepatitis C. Die AUVA zahlte eine Versehrtenrente, doch seit der Einführung wirksamer Medikamente wurden diese Leistungen reduziert. Viele Betroffene leiden weiterhin unter Folgeschäden.

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