Iranische Einflussnahme auf die US-Wahlen 2024

Microsoft warnt vor einer besorgniserregenden Zunahme iranischer Aktivitäten, die auf die Beeinflussung der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen 2024 abzielen. Das Unternehmen berichtet, dass iranische Gruppen bereits damit begonnen haben, gezielte Kampagnen zu lancieren, um insbesondere Wähler in wichtigen Swing States zu manipulieren.

Sujetbild Hacker - Adobe KI - FoB Style
Redaktion

Iranische Gruppen betreiben laut Microsoft zwei gegensätzliche Nachrichtenplattformen, die speziell darauf ausgelegt sind, Wähler auf beiden Seiten des politischen Spektrums zu beeinflussen.

Die Plattform „Nio Thinker“ richtet sich an linke Kreise und attackiert offen Donald Trump mit beleidigenden Begriffen. Auf der anderen Seite bedient die Seite „Savannah Time“ konservative Wähler und konzentriert sich auf kontroverse Themen wie LGBTQ+ und Geschlechtsumwandlung. Microsoft fand Hinweise darauf, dass diese Plattformen Inhalte mithilfe von KI-Diensten aus US-Publikationen plagiierten.

Gefahr von Gewalt

Besonders alarmierend ist die Erkenntnis, dass eine andere iranische Gruppe seit März gezielt Operationen vorbereitet, die zu Einschüchterungen oder gar Gewaltanwendung führen könnten. Diese Aktivitäten zielen darauf ab, Chaos zu stiften, Autoritäten zu untergraben und Zweifel an der Integrität der Wahlen zu säen. Derartige Bemühungen stellen eine ernsthafte Bedrohung für die politische Stabilität der USA dar.

Phishing-Angriffe auf Wahlkampfteams

Eine mit den Revolutionsgarden verbundene Gruppe verübte einen gezielten Phishing-Angriff auf einen hochrangigen Berater eines Präsidentschaftskandidaten. Die Angreifer nutzten das kompromittierte E-Mail-Konto eines ehemaligen Beraters, um einen Link zu versenden, der auf eine von der Gruppe kontrollierte Domain weiterleitete. Zusätzlich versuchte die Gruppe erfolglos, sich Zugang zu einem Konto eines ehemaligen Präsidentschaftskandidaten zu verschaffen. Microsoft hat die betroffenen Personen gewarnt, dennoch bleibt die Bedrohung bestehen.

Fragwürdige Aktivitäten in Swing States

Ein weiteres iranisches Netzwerk kompromittierte das Konto eines Mitarbeiters auf lokaler Regierungsebene in einem Swing State. Obwohl die Angreifer keinen weiteren Zugang erlangen konnten, bleibt unklar, welches Ziel sie tatsächlich verfolgten. Diese Gruppe war seit 2023 auf strategische Informationsbeschaffung in sensiblen Bereichen wie Satellitentechnologie, Verteidigung und Gesundheit spezialisiert, oft mit Fokus auf US-Regierungsorganisationen in entscheidenden Bundesstaaten.

Fazit und Ausblick

Microsofts Bericht betont die wachsende Bedrohung durch ausländische Einflussoperationen. Die Öffentlichkeit wird dazu aufgerufen, wachsam zu bleiben und sich vor potenziellen Manipulationsversuchen zu schützen.

Quelle

Microsoft

Share This Article
Keine Kommentare