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Oberösterreich: 76 Bürgermeisterstichwahlen

Redaktion
Redaktion 3 Min Read
Sujetbild Stichwahl - Entscheidung - Arek Socha - Pixabay

In 76 Gemeinden finden am 10. Oktober Bürgermeisterstichwahlen statt. Der Linzer Stadtchef Klaus Luger (SPÖ) muss gegen seinen ÖVP-Kontrahenten Bernhard Baier in eine zweite Runde. Die meisten Kandidaten gehören ÖVP, FPÖ, SPÖ oder Bürgerlisten an. Ergebnisse sind ab dem Nachmittag bis ca. 19.00 Uhr zu erwarten.

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In den 76 betroffenen Gemeinden hat beim ersten Durchgang vergangenen Sonntag kein Kandidat auf Anhieb die nötigen 50 Prozent erreicht. In 40 Orten heißt das Match ÖVP gegen SPÖ, in 19 ÖVP gegen FPÖ und in zweien FPÖ gegen SPÖ.

Spannend wird es vor allem in Bad Ischl: Hier geht der ehemalige Salzburger SPÖ-Landesgeschäftsführer Hannes Mathes, der mit einer von der ÖVP unterstützten Namensliste für den Gemeinderat kandidiert hatte und auf Anhieb stimmenstärkste Partei geworden war, gegen Amtsinhaberin Ines Schiller ins Rennen. Schiller kandidierte zum ersten Mal, sie hat Anfang des Vorjahres ihren Lebensgefährten Hannes Heide abgelöst, der ins EU-Parlament gewechselt ist. Schiller erreichte im ersten Wahlgang 37,59 Prozent, Mathes kam auf 36,61 Prozent.

In Hinterstoder hat FPÖ-Kandidat Harald Riedler, der vergangenen Sonntag 38,06 Prozent der Stimmen bekommen hatte, bereits vor der Stichwahl das Handtuch geworfen. Damit steht in der Wintersportgemeinde nur mehr ÖVP-Mann Klaus Aitzetmüller – er hatte im ersten Durchgang 41,77 Prozent erhalten – zur Wahl und die Bewohner müssen mit “Ja” oder “Nein” votieren. Der langjährige Ortschef Helmut Wallner von der Volkspartei ist nach 30 Jahren im Amt nicht mehr angetreten. In St. Oswald bei Freistadt verzichtet ÖVP-Bürgermeister Walter Kreisel nach einem nicht zufriedenstellenden Ergebnis im ersten Anlauf auf ein Antreten bei der Stichwahl, hier steht nun nur mehr FPÖ-Mann Michael Spörker am Stimmzettel.

Die Grünen hoffen auf ihren ersten Bürgermeistersessel im Land: In Attersee geht Rudolf Hemetsberger mit 34,90 Prozent als Stimmenstärkerer gegen Philip Weissenbrunner (ÖVP) ins Stechen. Als zweiter Grüner geht in Arbing Roland Vuketich gegen Favoritin Hermine Leitner (ÖVP) in der Stichwahl. Bisher gab es in Oberösterreich keine Grünen Ortchefs, nur vereinzelt welche von grün-affinen Bürgelisten.

In Linz geht Bürgermeister Luger als Favorit in die zweite Runde. Er hat im ersten Wahlgang 43,7 Prozent erhalten, Baier nur 16,4 – es ist das selbe Stichwahl-Duell wie 2015, das Luger damals klar für sich entschied. Bei der Bürgermeisterwahl in Linz waren diesmal zehn Kandidaten angetreten. Nicht nur in der Landeshauptstadt, auch in etlichen Bezirksstädten gibt es noch eine Stichwahl: In Eferding, Freistadt, Kirchdorf, Schärding und Vöcklabruck zwischen ÖVP und SPÖ, in Grieskirchen, Ried im Innkreis und Perg zwischen ÖVP und FPÖ.

In Gaspoltshofen muss der – aller Voraussicht nach scheidende – FPÖ-Landesrat Wolfgang Klinger diesmal in die Stichwahl um das Amt des Ortschefs. Sein Herausforderer ist Johannes Höftberger (ÖVP). Anders als 2015 hat Klinger diesmal die Wahl in der ersten Runde verpasst, er blieb mit 49,67 Prozent ganz knapp unter der 50-Prozent-Marke.

Einen Fall von Zusammenarbeit in der Wahlauseinandersetzung gibt es in Pucking: Nachdem Unbekannte mehrere FPÖ-Plakate zerstört haben, bot Ortschef Robert Aflenzer (ÖVP) seinem Herausforderer Thomas Altof an, ihm über die Gemeinde Plakatständer zur Verfügung zu stellen. In Pucking hatte die FPÖ diesmal die ÖVP als stärkste Kraft im Ort abgelöst, auch in der ersten Runde der Bürgermeisterwahl hatte der freiheitliche Bewerber die Nase vorne.

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