ORF verteidigt Millionenprojekt

Generaldirektor Weißmann droht nun FPÖ-Generalsekretär Hafenecker.

Sujetbild Geldvernichtung - Richard Villalon - Adobe Stock - Runway FoB AI
Redaktion

In drei Sätzen: Der ORF-Generaldirektor Roland Weißmann reagiert mit einer zweitägigen Verspätung auf die massiven Korruptionsvorwürfe der FPÖ und versucht die Wogen zu glätten. Während die Opposition von einem „Privilegienstadl“ spricht und Luxusgagen sowie Bauverschwendung anprangert, flüchtet sich die Senderführung in juristische Drohgebärden. Die Transparenzoffensive wirkt wie ein verzweifeltes Manöver, um den wirtschaftlichen Ruf des gebührenfinanzierten Staatsfunks vor dem drohenden Kontrollverlust zu retten.

Der Auslöser: Nach zwei Tagen Funkstille antwortet Roland Weißmann (ORF-Generaldirektor) dem FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker auf dessen scharfe Kritik an der ORF-Finanzgebarung. Die Freiheitlichen orten massive Verschwendung bei einer acht Millionen Euro teuren Portierloge.

Wer sagt was:

  • Roland Weißmann (Generaldirektor, ORF) lässt ausrichten: „Die Behauptung, es gebe im ORF massive Malversationen, entbehrt jeder sachlichen Grundlage“.
  • Er droht sogar mit rechtlichen Schritten: „Sollten jedoch öffentlich kreditschädigende oder ehrverletzende Behauptungen über den ORF oder seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbreitet werden, werde ich im Interesse des Unternehmens und seiner Beschäftigten erforderlichenfalls auch rechtliche Schritte ergreifen.“

Das Sittenbild: Wenn die Elite im Elfenbeinturm zwei Tage braucht, um eine Antwort zu formulieren, riecht das nach Krisenkommunikation unter Druck. Der Bürger zahlt die Zwangssteuer, während die Führungsetage über die Definition von Luxus bei Millionenprojekten streitet.

Zwischen den Zeilen:

  • Die Verzögerung der Antwort um 48 Stunden deutet auf interne Abstimmungsschwierigkeiten in der Generaldirektion hin.
  • Trotz der Beteuerung von Transparenz bleibt der Beigeschmack einer Drohung gegen parlamentarische Kontrolleure bestehen.
  • Der Hinweis auf den Rechnungshof zeigt, dass der Druck von außen mittlerweile ein bedrohliches Ausmaß für das Management erreicht hat.

Warum das wichtig ist: Wer Transparenz predigt, aber erst nach zwei Tagen Verzögerung reagiert und Kritikern mit dem Anwalt droht, hat den öffentlich-rechtlichen Auftrag missverstanden. Wenn der ORF-Generaldirektor den ORF durch Drohgebärden statt durch Fakten verteidigt, kann er schon seinen Sessel räumen.

Quellen: OTS ORF, FPÖ-Klub, www.fob.at

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