FoB News
Font ResizerAa
FoB NewsFoB News
  • Politik
  • Investigativ
  • Konzern Stadt Wien
AstraZeneca - gencat cat - Flickr

Paukenschlag: EMA – Verbindung zwischen AstraZeneca-Impfung und Thrombosen

6. April 2021
Share
Für viele Menschen ist der Impfstoff von AstraZeneca die Hoffnung zur Rückkehr in die „normale Normalität“. Doch nach Meldungen über seltene Blutgerinnsel ist umstrittten, wie sicher das Vakzin ist. Nun hat sich der Chef der EMA-Impfabteilung klar geäußert. Laut EMA besteht ein Zusammenhang zwischen der Impfung des Wirkstoffs mit AstraZeneca und Thrombosen.

Knalleffekt: EMA-Vertreter bestätigt einen Zusammenhang

Ein Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA hat am Dienstag mitgeteilt, dass es eine Verbindung zwischen der AstraZeneca-Impfung und der seltenen Kombination von Blutgerinnsel und verringerter Thrombozytenzahl gibt. Die WHO und die EMA blieben bis dato bei ihrer Nutzen-und-Risiko-Einschätzung für Astrazeneca. Beide Organisationen sahen keine altersspezifisches Risiken des Impfstoffs. Dies hat sich am heutigen tag geändert.

Der Impfstoffleiter der EMA, Marco Cavaleri, sagte gegenüber der italienischen Zeitung Il Messaggero: „Meiner Meinung nach können wir jetzt sagen, dass es einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt“, auch wenn nicht klar ist, um welchen Zusammenhang es sich handelt.

Was genau die Reaktion verursache, wisse man aber noch nicht, fügte Cavaleri hinzu. Die EMA hatte in der vergangenen Woche angekündigt, Anfang April eine aktualisierte Empfehlung für Astrazeneca abgeben zu wollen. Bis zuletzt hieß es von der EMA, dass die Vorteile des Astrazeneca-Wirkstoffs bei der Vorbeugung von Covid-19 mit dem damit verbundenen Risiko von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen die Risiken von Nebenwirkungen überwiegen.

Österreich: Nationale Impfgremium muss einberufen werden

Bisher hat die EMA den Astrazeneca-Impfstoff als sicher empfohlen und wie der britisch-schwedische Hersteller hervorgehoben, dass es keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen der Impfung und den Blutgerinnseln gebe. Mehrere EU-Länder, darunter Deutschland, schränkten den Einsatz des Vakzins jedoch ein. In Österreich hatte das Nationale Impfgremium vergangene Woche die Weiterführung des Impfprogramms mit Astrazeneca empfohlen.

 

Bild von Redaktion

Redaktion

FoB News Hub. Break the News.

Fass ohne Boden

Impressum