In drei Sätzen: Ein Geldtransport mit Bargeld und Gold in Millionenhöhe sorgt seit gestern für massive politische Erklärungsnot bei der Raiffeisen Bank International. Während internationale Medienberichte und ukrainische Behörden die Bank als Vertragspartner identifizierten, versuchte der Konzern die Beteiligung am Vorfall zunächst komplett zu verneinen. FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz kritisiert nun dieses widersprüchliche Kommunikationsverhalten und fordert Transparenz über die Hintergründe der dubiosen Fracht sowie der involvierten Begleitpersonen.
Der Auslöser: Nach einem brisanten Vorfall mit einem Goldtransport tauchten Berichte auf, wonach die RBI eine Beteiligung zunächst dementierte, diese jedoch nach Bestätigungen aus der Ukraine einräumen musste.
Wer sagt was: FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz übt scharfe Kritik an der Informationspolitik: „Die Raiffeisen Bank hat gestern dem Anschein nach auf einem Nebenschauplatz – zumindest nach Informationen und durch mehrere Medien belegt – versucht, ihre Spuren und Beteiligung am Vorfall komplett zu ‚verneinen’.“
Das Sittenbild: Die argumentative Linie der Bank wurde erst korrigiert, nachdem die ukrainische Nationalbank und das dortige Außenministerium die RBI öffentlich als Vertragspartner geoutet hatten. Diese verzögerte Transparenz und das nachträgliche Redigieren von Aussagen lassen in der Tat viele Fragen zu.
Zwischen den Zeilen:
- Die ukrainische Nationalbank und der dortige Außenminister bestätigten die RBI als offiziellen Vertragspartner des Transports.
- Erste Dementis der Bank gegenüber der Agentur AFP verschwanden später spurlos aus den digitalen Artikeln.
- Schnedlitz betont explizit, der Bank keine Straftaten zu unterstellen, fordert aber im Sinne der Allgemeinheit Aufklärung.
Follow the money: Es geht um enorme Summen: „Die Gesamtsumme der Oschadbank-Gelder, deren Verbleib derzeit ungewiss ist, beträgt 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und 9 kg Gold.“
Die andere Sicht: Die Oschadbank hält in einer schriftlichen Stellungnahme fest: „Der Transport der Gelder und Wertgegenstände erfolgte im Rahmen eines internationalen Abkommens zwischen der Oschadbank und der Raiffeisen Bank Österreich. Die Fracht wurde gemäß internationaler Transportvorschriften und den geltenden europäischen Zollbestimmungen abgefertigt.“
Warum das wichtig ist: Wenn eine systemrelevante Bank erst durch das Ausland „geoutet“ werden muss, bevor sie eine Involvierung bestätigt, wirft das Fragen auf. Und diese Fragen müssen nun geklärt werden.
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