In drei Sätzen: Syrien zeigte aktuell Präsenz auf der Tourismusmesse in Berlin – nach 14 Jahren gab es wieder einen eigener Stand. Der stellvertretende Tourismusminister Faraj al-Qashqoush bewarb sein Land als sicher – und Innenminister Gerald Karner (ÖVP) scheitert daran, zumindest einige tausend der 105.000 in Österreich lebenden Syrer zurück in ihre Heimat zu bringen, Asyl-NGOs protestieren noch immer gegen „unmenschliche“ Abschiebungen nach Syrien.
Der Auslöser: Minister Faraj al-Qashqoush agiert als Sprachrohr der Übergangsregierung in Damaskus. Diese sucht verzweifelt nach Devisen, der Tourismus soll auch als Vehikel für einen Imagewandel dienen. Vor dem Krieg boomte die Tourismusbranche.
Wer sagt was:
- „Deutsche Touristen sind bei uns herzlich willkommen. Wir laden alle ein“, sagt Faraj al-Qashqoush (Stellvertretender Tourismusminister Syriens).
- Er spricht von Stabilisierung nach dem Sturz Assads Ende 2024. Die österreichischen Bürger werden dazu den Kopf schütteln: Sie tragen schon seit Jahren die milliardenteuren Migrationskosten durch syrische Zuwanderer, deren Asylgrund längst weggefallen ist.
Zwischen den Zeilen:
- Syrien kehrt nach 14 Jahren Pause auf die ITB zurück.
- Der Stand zieht Interesse arabischer und europäischer Vertreter auf sich.
- Al-Qashqoush führte auch Gespräche über neue Flugverbindungen mit Europa.
- Offizielle Angaben nennen 250.000 europäische Besucher 2025. Eine unabhängige Prüfung fehlt.
- Das Auswärtige Amt in Berlin warnt weiter vor Reisen nach Syrien.
- IS-Gruppen drohen weiter mit Anschlägen, die Infrastruktur liegt in vielen Städten in Trümmern.
Follow the money: Die syrische Übergangsregierung braucht dringend Fremdwährung – der Tourismus soll Milliarden bringen. Deutschland und Österreich werden hingegen hier von hunderttausenden Syrern mit Kosten für Asyl und Integration belastet.
Warum das wichtig ist: Das ist Systemversagen ist offensichtlich: Österreichs Innenminister und auch sein Amtskollege in Berlin schaffen es nicht, zumindest einige tausend der syrischen Massenzuwanderer zurück in ihre Heimat zu bringen. Die Bevölkerung leidet deshalb weiter unter der hohen Belastung durch steigende Sozial- und Gesundheitskosten aufgrund der Zuwanderung. Jetzt sollen deutsche und österreichische Touristen den in Syrien regierenden Ex-Terroristen Devisen bringen.
Quelle: Focus
