Trotz Anklage: Kanzler hält an Wöginger fest

Christian Stocker - Sepa Media - Martin Juen
Redaktion

ÖVP-Klubobmann August Wöginger ist in der sogenannten Finanzamts-Causa angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, einen parteinahen Bürgermeister in eine Spitzenposition im Finanzamt gehievt zu haben.

Im Detail: Der Freispruch für Kurz sorgt parteiintern für Rückenwind. Für Stocker ist das Anlass, juristische Verfahren gegen ÖVP-Spitzen als politisch motiviert darzustellen.

  • Die Anklage lautet auf Bestimmung zum Amtsmissbrauch.
  • Zwei Spitzenbeamte im Finanzministerium sind ebenfalls betroffen.

Wer sagt was: Bundeskanzler und ÖVP-Chef Christian Stocker erklärte im profil-Interview:
„Gerade der Prozess von Sebastian Kurz zeigt, dass man bei einer Anklage und auch bei einer erstinstanzlichen Verurteilung vorsichtig sein sollte.“

Hintergrund: Wöginger soll beim damaligen Kabinettschef Thomas Schmid zugunsten eines ÖVP-Bürgermeisters interveniert haben. Der Posten betraf das Finanzamt Braunau, Ried und Schärding.

  • Wöginger betont, er habe nie Einfluss auf die Entscheidungskommission genommen.
  • Dienstrechtliche Konsequenzen gibt es bereits im Ministerium.

Kanzler verteidigt Linie: Stocker verteidigt auch die Übernahme von Anwaltskosten für Ex-Kanzler Kurz: „Man sieht ja, wie leicht Spitzenpolitiker einem Verfahren ausgesetzt sein können.“

Was zu tun ist:

  • Die ÖVP muss sich entscheiden, ob sie den Weg bedingungsloser Loyalität weitergeht.
  • Kritiker fordern Aufklärung und politische Hygiene.

Wo es auffällt: In der öffentlichen Debatte, im Justizapparat und in der Verwaltung.

Was als Nächstes kommt: Der Prozess gegen Wöginger. Politische Konsequenzen hängen vom Ausgang ab.

Warum das wichtig ist: Der Umgang mit Macht, Postenbesetzungen und rechtlichen Verfahren ist ein Prüfstein für die politische Kultur und den Zustand der Demokratie.

Quellen

vienna.at →
kleinezeitung.at →
Mehr von Wöginger auf fob.at →

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