Worum es geht: Die EU-Kommission will mit dem „EU KIDS Act“ den Wilden Westen im Internet beenden und greift massiv in die digitale Freiheit ein. Präsidentin Ursula von der Leyen reagiert auf alarmierende Daten zur psychischen Gesundheit und will Tech-Giganten wie TikTok oder Instagram an die kurze Leine nehmen. Kinder sollen künftig erst ab einem bestimmten Alter und unter strenger Aufsicht Zugang zu sozialen Netzwerken erhalten.
Zahlen auf einen Blick: Aktuelle Daten zeigen das Ausmaß der digitalen Abhängigkeit und die angeblichen Sorgen der Bevölkerung.
- Umfrage: 92 Prozent der Europäer fordern laut Eurobarometer einen besseren Schutz für Minderjährige im Netz.
- Bildschirmzeit: 7 bis 8 Stunden verbringen Kinder täglich online, wenn sie bereits vor dem zehnten Lebensjahr mit Social Media begonnen haben.
- Sorgen: 70 Prozent der Bürger zeigen sich massiv besorgt über Cybermobbing, Grooming und Belästigung.
Plattformen gehen leichtfertig mit der psychischen Gesundheit unserer Kinder um. Wir kehren die Beweislast jetzt um. Jetzt müssen sie uns beweisen, dass sie sicher sind.
Ursula von der Leyen, EU-Kommissionspräsidentin
Der Plan: Brüssel führt eine strikte Staffelung ein, die den Zugriff auf Plattformen radikal einschränkt.
- Verbot: Unter 13 Jahren gilt ein generelles Nutzungsverbot für soziale Medien.
- Kontenzwang: Unter 15 Jahren darf kein eigenständiges Nutzerkonto ohne elterliche Aufsicht erstellt werden.
- Zeitlimit: Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren erhalten nur „Mini-Konten“ mit einer maximalen Laufzeit von einer Stunde pro Tag.
- Design: Für die Altersgruppe von 15 bis 18 Jahren müssen Plattformen auf suchterzeugende Funktionen verzichten und „Safety by Design“ garantieren.
Warum das wichtig ist: Während Brüssel den Schutz der Kinder als moralisches Schild voranschickt, wird gleichzeitig die Infrastruktur für eine lückenlose digitale Alterskontrolle hochgezogen. Die EU-zertifizierte App zur Identitätsprüfung ist der nächste Schritt in Richtung eines gläsernen Nutzers, bei dem anonymes Surfen zur Ausnahme wird. Die Verantwortung für die Erziehung wird damit schleichend vom Wohnzimmer in die Amtsstuben der Kommission verlagert.
Brüssel spielt sich als Super-Nanny auf, um die totale digitale Kontrolle durch die Hintertür zu etablieren.
Frank sagt:
