Wiederkehr rudert zurück

Bildungsminister wollte humanistische Bildung für teure Scheinreformen opfern.

Christoph Wiederkehr - Sepa Media - Michael Indra - Runway FoB AI
Redaktion

In drei Sätzen: Die explodierende Teuerung raubt den Familien jede finanzielle Luft zum Atmen. Während das Volk verarmt, opfert Bildungsminister Wiederkehr die Schulen als ideologisches Experiment. Diese Lehrplanreform ist ein Deckmantel für den systematischen Abbau unserer kulturellen Identität.

Der Auslöser: Ein angeblicher Klärungsbedarf in der Koalition ist der Grund für die Zerstörung des humanistischen Gymnasiums. Wiederkehr will die Wogen glätten, nachdem seine Pläne für massive Verstimmung gesorgt haben.

Wer sagt was: Christoph Wiederkehr (Bildungsminister, NEOS) behauptet: „‚Wir müssen Missverständnisse ausräumen.“

Rückblick: In einem provokanten Gastkommentar im Standard hat Wiederkehr Anfang Februar seine These verteidigt, dass genau weniger Latein mehr echter Humanismus bedeutet:

  • Er verkaufte die Absenkung klassischer Bildung als Fortschritt und Befreiung, während Kritiker das als gezielte Entmündigung sehen.
  • Je weniger tote Sprachen, desto humaner – so die zynische Kernbotschaft des Bildungsministers, die viele als blanken Angriff auf Bildungstradition und Leistungsanspruch empfinden.

Das Sittenbild: Wiederkehr agiert als Türöffner für eine Bildungspolitik, die Wissen durch reine Funktionalität ersetzt.

  • Die Reform dient als Vehikel für neoliberale Bildungsstandards.
  • Bewährte Fächer wie Latein werden gezielt an den Rand gedrängt.
  • Kritische Stimmen der Koalitionspartner wurden bisher konsequent ignoriert. Scheinbar kommt es nun zum Umdenken.

Follow the money: Die Umstellung der Lehrpläne kostet den Steuerzahler Millionen. Neue Bücher, Fortbildungen, Server und Lizenzen. Das mit Abstand größte Problem bleibt jedoch der massive Mangel an qualifizierten Informatiklehrern. Schon jetzt fehlen Hunderte Fachkräfte an den Gymnasien.

Warum das wichtig ist: Diese Reform ist ein Frontalangriff auf die intellektuelle Souveränität unserer Jugend. In Zeiten massiver Teuerung brauchen wir Stabilität und keine kostspieligen Experimente am offenen Herzen der Bildung.

Links: Kurier

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