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Fass ohne Boden > Allgemein > 359-Euro-Bonus für EU-Politiker
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359-Euro-Bonus für EU-Politiker

720 EU-Abgeordnete gönnen sich für den Europatag eine Extra-Zahlung.

Warum zahlte SPÖ 106.000 Euro mehr - Foto: pixabay
Warum zahlte SPÖ 106.000 Euro mehr - Foto: pixabay
Redaktion
Redaktion
14. März 2026
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3 Min Read

In drei Sätzen: Die Teuerung frisst das Einkommen der Bürger auf, die Energiepreise explodieren, die Arbeitslosigkeit steigt, aber gleichzeitig genehmigen sich 720 EU-Parlamentarier (11.255 Euro Monatsbezug) einen Extra-Bonus von 359 Euro – allein für eine Unterschrift auf der Anwesenheitsliste am Samstag, 9. Mai. Jean Monnet dreht sich im Grab um – der Franzose gilt als einer der wichtigsten Väter Europas und als zentrale Figur bei der Gründung der Europäischen Union.

Der Auslöser: Laut einer internen E-Mail der französischen Abgeordneten Fabienne Keller (Renew) dürfen die Parlaments-Kollegen auch am Europatag die Anwesenheitsliste unterschreiben. Sie erhalten die volle Tagespauschale. Normalerweise gilt dies nur für Werktage mit parlamentarischen Aufgaben. Und es ist zu befürchten, dass zahlreiche Abgeordnete lediglich ihre Unterschrift leisten könnten, ohne tatsächlich an den Veranstaltungen teilzunehmen.

Wer sagt was: Florian Philippot (Patrioten) auf X: „Das ist ein Skandal: Die Mitglieder des Europäischen Parlaments haben beschlossen, sich selbst einen Anwesenheitsbonus von 359 € für ihre Teilnahme an den öffentlichen Veranstaltungen am Samstag, dem 9. Mai, dem Europatag, zu gewähren.“
Ein Parlamentssprecher: „Das ist Standardpraxis. Treffen mit den Bürgern gehören zum Mandat.“
Ein anonymer Abgeordneter: „Es ist unglaublich einfach, das System auszunutzen und Geld zu kassieren, ohne wirklich etwas zu tun.“
Die Realität: Laut Umfragen sehen 70 Prozent der Österreicher die EU als abgehoben.

Das Sittenbild: Die 720 Abgeordneten verdienen monatlich 11.255 Euro brutto. Netto bleiben etwa 8.770 Euro. Dazu kommen zahlreiche Zulagen. Dazu noch extra abkassieren zu wollen, wird das Image der EU-Parlamentarier nicht verbessern, auch jenes der österreichischen EU-Politiker wird auch unter dieser Causa leiden.

Zwischen den Zeilen:
– Die Pauschale beträgt 359 Euro pro Tag (2026).
– Für einen Tag fallen 258.480 Euro an zusätzlichen Kosten an.
– Sie soll künftig indexiert werden – die Inflation treibt sie hoch.
– Keine echte Kontrolle: Unterschrift reicht oft.
– Viele Abgeordnete planen nur ein „Quick-Sign-in“.
– Bei 11.255 Euro Monatsgage könnte der Besuch einer EU-Festveranstaltung inkludiert sein.

Das Posting von Florian Philippot
Das aktuelle Posting von Florian Philippot

Follow the money:
Monatsgehalt: 11.255 Euro brutto. Dazu jetzt noch die Extra-Tagespauschale: 359 Euro am 9. Mai und ohnehin noch eine Gesamtkostenpauschale monatlich: 4.950 Euro. Gesamtpaket pro Abgeordneter: mehr als 15.000 Euro monatlich möglich. Die EU-Bürger zahlen die Rechnung – durch höhere Steuern.

Die andere Sicht
Die Parlamentsverwaltung sieht den Bürgerdialog als Kernaufgabe, das Treffen am Europatag sei legitim, es sei kein Missbrauch von Steuergeld erkennbar.
Dazu die Faktenlage: Keine Nachweispflicht für echte Teilnahme, das System bleibt offen für Ausnutzung.

Warum das wichtig ist
Der 359-Euro-Bonus symbolisiert die pure Doppelmoral: Die politischen Eliten kassieren noch zusätzlich ab, während bei der Bevölkerung gespart werden soll. Der Fall zeigt auch die Abgehobenheit der EU-Kaste in Brüssel, es fehlt bereits jegliches Gefühl dafür, was den Bürgern noch zumutbar ist.

Link:
Florian Philippot auf X

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