81 Milliarden für EU-Migration

Warum die neue Migrationsstrategie ein teurer Bluff ist.

Magnus Brunner - Sepa Media - Michael Indra - FoB Style

Die Europäische Kommission plant einen finanziellen Beutezug ungeahnten Ausmaßes. Hinter dem Begriff „Asylum and Migration Management Strategy“ verbirgt sich eine Umverteilungsmaschine biblischen Ausmaßes. Das Psychogramm dieses Versagens offenbart ein tiefsitzendes Versteckspiel hinter wohlklingenden Begriffen wie „Migration Diplomacy“ und „Solidarity“. Während man vorgibt, die Kontrolle zurückzugewinnen, wird ein bürokratischer Apparat aufgebläht, der vor allem eines produziert: Kosten.

Wer sagt was:

  • Magnus Brunner (EU-Kommissar für Inneres und Migration): Um die wirklich Schutzbedürftigen zu schützen und im globalen Wettbewerb um Talente zu gewinnen, müssen wir unsere Grenzen effektiv kontrollieren, illegale Migration begrenzen und Missbrauch unserer Systeme verhindern.

SCHIZOPHRENIE DER ZIELE

Der Fakt: Die EU plant mindestens 81 Milliarden Euro für Home Affairs und das Global Europe Instrument im MFF 2028-2034 bereitzustellen.

Der Widerspruch: Brüssel investiert Milliarden in die Bekämpfung der Ursachen von Migration, während gleichzeitig Talent Partnerships die klügsten Köpfe aus denselben Ländern absaugen sollen, die man angeblich stabilisieren will.

FoB-Frage: Warum finanzieren wir erst den Aufbau von Infrastruktur in Drittstaaten, um dann deren wichtigstes Humankapital für den eigenen Arbeitsmarkt abzuwerben?

TRICK DER BÜROKRATIE

Die Beobachtung: Die Kommission stellt 3,00 Mrd. Euro zusätzlich zur Verfügung, um nationale Behörden bei der Umsetzung der neuen Regeln zu unterstützen.

Die Übersetzung: Das sind 3.000.000.000 Euro. Bei einem durchschnittlichen Beamtengehalt von 60.000 Euro im Jahr finanziert dieser Zuschuss stolze 50.000 zusätzliche Bürokraten-Jahre.

Die Analyse: Wer kassiert das? Es fließt in Country Teams und Beratungsstäbe, die nichts anderes tun, als die ohnehin schon komplizierten Regeln der EU noch komplizierter zu erklären.

TECHNIKEN DER VERSCHLEIERUNG

Das Versteck: Unter dem Punkt „Effektivere Rückkehr“ wird die Rückquote thematisiert.

Die Mechanik: Es wird zugegeben, dass nur etwa ein Viertel der Ausreisepflichtigen tatsächlich geht. Statt dies als Totalausfall zu brandmarken, wird es als Dringlichkeit für neue Rückkehr-Hubs und innovative Aspekte schöngeredet. Man tarnt das Scheitern bestehender Gesetze durch die Forderung nach noch mehr Strukturen.

BILANZ DER WIRKUNG

Die Erfolgsmeldung: Die Kommission behauptet einen stetigen Rückgang der illegalen Migration durch assertive Diplomatie und Grenzschutz.

Der Realitätscheck: Gleichzeitig wird ein neuer Solidaritätspool und die faire Lastenteilung gefordert. Wäre der Grenzschutz so effektiv wie behauptet, bräuchte man keine permanenten Umverteilungsmechanismen für den anhaltenden Druck auf die Mitgliedstaaten.

Warum das wichtig ist: Dieses Dokument ist kein Masterplan, sondern ein Offenbarungseid. Brunner redet von harter Kontrolle, Grenzen und Talent-Jagd als Win-Win. Die Kommission feiert Zahlen, pumpt aber 81 Milliarden rein und gesteht ein, dass Rückführungen ein Rohrkrepierer bleiben. Typische Brüsseler Show: Worte von Festigkeit und Taten von teurer Selbstverwaltung.

Quellen:

EU-Kommission

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