Regierungskritik wächst: Generalstreik bringt Israel zum Erliegen

In Israel spitzt sich die Situation zu: Arbeiter streiken und Aktivisten blockieren Straßen, um Druck auf die Regierung auszuüben, die Freilassung von Geiseln in Gaza sicherzustellen. Unterdessen fordert Israels UN-Botschafter eine dringende Sitzung des Sicherheitsrats, nachdem sechs Geiseln von der Hamas ermordet wurden.

Redaktion

Nach der brutalen Ermordung von sechs israelischen Geiseln durch die Hamas wird die Kritik an der israelischen Regierung immer lauter.

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Israels Regierung reagiert auf Kritik

Der israelische Außenminister Israel Katz warnt auf X, um vor den Konsequenzen eines palästinensischen Staates zu warnen, der seiner Meinung nach von der Hamas kontrolliert und vom Iran unterstützt würde. Katz betonte: „Die brutale Ermordung von sechs israelischen Geiseln durch die Hamas ist eine eindringliche Warnung an alle Länder, die nach dem Massaker vom 7. Oktober einen palästinensischen Staat anerkannt haben oder dies in Erwägung ziehen.“

Druck auf die Vereinten Nationen

Israels UN-Botschafter Danny Danon fordert vom UN-Sicherheitsrat eine klare Verurteilung der Hamas und Maßnahmen zur Freilassung der noch in Gaza gefangenen 101 Geiseln. In einem Brief an den UN-Generalsekretär António Guterres und den derzeitigen Präsidenten des Sicherheitsrats, Samuel Zgobar, äußerte Danon sein Bedauern darüber, dass der Sicherheitsrat bisher keine entschlossene Aktion gegen die Hamas ergriffen hat. 

Er betonte, dass Israel bereits Vorschläge zur Geiselbefreiung akzeptiert habe, während die Hamas US-unterstützte Lösungsansätze weiterhin ablehne. Danon fordert nun eine dringende Sitzung, um die Situation der Geiseln zu erörtern und eine gemeinsame internationale Antwort zu finden.

Bestialische Hinrichtung der Geiseln

Bei einer Autopsie, die im National Center of Forensic Medicine durchgeführt wurde, stellte sich heraus, dass die sechs Geiseln von Hamas-Terroristen durch mehrere Schüsse aus nächster Nähe ermordet wurden. Den forensischen Untersuchungen zufolge erfolgte der Tod der Geiseln etwa 48 bis 72 Stunden vor der Untersuchung, vermutlich in den frühen Morgenstunden zwischen Donnerstag und Freitag. Mit anderen Worten: Die Terrororganisation Hamas wollte die Geiseln nicht den vorrückenden israelischen Streitkräften übergeben und exekutierte alle sechs Geiseln.

Israel steht still

Die Kritik an der israelischen Regierung kommt nicht nur von internationalen Vertretern, sondern auch von den eigenen Bürgern. Die Histadrut-Gewerkschaft rief zu einem eintägigen landesweiten Streik auf, um gegen das Versagen der Regierung bei der Freilassung der Geiseln zu protestieren. Der Streik hat weite Teile des Landes lahmgelegt: Kindergärten, Schulen, öffentliche Verkehrsmittel und selbst der Ben-Gurion-Flughafen sind betroffen. Viele Städte, darunter Tel Aviv und Haifa, haben sich dem Streik angeschlossen und bieten nur eingeschränkte oder gar keine öffentlichen Dienstleistungen an.

Die Reaktionen auf den Streik sind gemischt: Während einige Kommunen, wie Jerusalem, den Streik nicht unterstützen, schließen sich andere in Solidarität für mehrere Stunden an. Auch die großen Einkaufszentren und viele private Unternehmen beteiligen sich am Streik. Der Druck auf die Regierung wächst, eine schnelle Lösung für die Geiseln zu finden, um weitere Eskalationen zu vermeiden.

Fazit und Ausblick

Die Ermordung der Geiseln und die anhaltende Geiselkrise haben Israel in eine tiefe Krise gestürzt. Die Bevölkerung ist zunehmend unzufrieden mit der Regierung, die ihrer Meinung nach nicht genug unternimmt, um die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten. Der Streik ist ein deutliches Zeichen des Unmuts und eine klare Forderung nach entschlossenen Maßnahmen. Wie lange die Regierung dem Druck standhalten kann, bleibt abzuwarten. Die nächsten Tage könnten entscheidend für die Zukunft der Region sein.

Quellen

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