Gazas neue Ordnung

Board of Peace soll für Stabilität in Gaza bringen.

Donald Trump Rede - White House - Runway FoB AI
Redaktion
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In drei Sätzen: Mit der Unterzeichnung der Charta in Davos hat Präsident Trump den Grundstein für das neue „Board of Peace“ gelegt. Dieses Bündnis aus über 25 Nationen, darunter die USA und wichtige arabische Staaten, will die Konflikte im Gazastreifen durch eine gemeinsame Führung dauerhaft beenden. Ziel ist es, vor Ort eine rechtmäßige Regierung aufzubauen, damit endlich eine stabile und nachhaltige Friedensordnung entstehen kann.

Der Auslöser: Der Auslöser für die aktuelle Entwicklung ist die feierliche Unterzeichnung der Gründungsurkunde in der Schweiz, welche die Gründung des National Committee for the Administration of Gaza (NCAG) als vitalen Fortschritt für die Region legitimiert. Damit reagiert die internationale Koalition auf die Notwendigkeit einer flinkeren und effektiveren Friedenssicherung außerhalb traditioneller Strukturen.

Wer sagt was:

  • Donald Trump erklärte: „Diese Sitzung heute ist der Beweis, dass mit entschlossener Führung nichts unmöglich ist“. Er fügte hinzu, dass der Krieg in Gaza vorbei sei und das Board die Chance habe, „eines der folgenreichsten Gremien zu werden, die jemals geschaffen wurden“.
  • Ziel sei es laut Trump, „jahrzehntelanges Leid zu beenden, Generationen von Hass und Blutvergießen zu stoppen und einen schönen, ewigen und glorreichen Frieden zu schmieden“.

Das Sittenbild: Eine Abkehr von bisherigen Systemen, die „ewige Abhängigkeit fördern und Krisen institutionalisieren“, hin zu einer „Koalition der Willigen“. Während die Bündelung der Kräfte wirtschaftliche und politische Stabilität verspricht, liegt die Herausforderung in der praktischen Umsetzung.

Zwischen den Zeilen:

  • Die Charta betont, dass dauerhafter Friede nur durch die Eigenverantwortung der betroffenen Menschen vor Ort Wurzeln schlagen kann.
  • Das Board of Peace versteht sich als internationale Organisation zur Verbreitung von Best Practices für Gemeinschaften weltweit.
  • Die Liste der Gründungsmitglieder umfasst ein breites Spektrum von Staaten, darunter auch Nationen wie Ägypten, Jordanien, Kasachstan und Vietnam.

Follow the money: Das Prinzip wird durch „geteilte Lasten“ (shared burdens) definiert, wobei die Mitgliedstaaten sich zu einer ergebnisorientierten Partnerschaft und finanziellen Verpflichtungen bekennen. Konkrete Beträge für den Wiederaufbau Gazas werden im vorliegenden Dokument nicht genannt, doch die wirtschaftliche Größenordnung umfasst die kollektive Unterstützung von 27 finanzstarken und strategisch wichtigen Gründungsnationen.

Die andere Sicht: Die explizite Kritik besteht an den bisherigen Ansätzen der internationalen Gemeinschaft, die laut Charta zu oft versagt haben. Das Dokument hebt hervor, dass frühere Institutionen Krisen eher verwaltet als gelöst haben, was eine mutige Abkehr von konventionellen Methoden und Organisationen erforderte.

Warum das wichtig ist: Die systemische Neuausrichtung in der Nahost-Politik soll weg von rein humanitärer Hilfe hin zu einer strukturellen, hoheitlichen Verwaltung führen. Sollte dieses Modell Erfolg haben, könnte es als Blaupause für die Befriedung globaler Krisenherde dienen.

Quellen: boardofpeace.org

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