Der Milliardenbetrug

So wird das Vertrauen in das EU-Finanzsystem zerstört.

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Redaktion
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In drei Sätzen: Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) enthüllt ein weiteres Systemversagen in Brüssel: 67,27 Milliarden Euro Schaden durch den Betrug am EU-Haushalt! Europas Steuerzahler tragen die Folgen: Es wird zu noch höheren Abgaben kommen.

Der Auslöser: Der Jahresbericht 2025 der EPPO zeigt 35 Prozent mehr aktive Fälle. 3.602 Untersuchungen laufen. Der geschätzte Schaden explodierte fast auf das Dreifache.

Wer sagt was: Laura Kövesi (Europäische Chefanklägerin) erklärt: „Mit 981 laufenden Fällen zu Mehrwertsteuer- und Zollbetrug im Wert von 45 Milliarden Euro machen wir einen Einschnitt in eine kriminelle Industrie, die viel zu lange ignoriert oder toleriert wurde.“ Die Eliten preisen die EU-Programme als Sicherheitsgarant, doch die Bevölkerung spürt nur explodierende Energiepreise und noch höhere Lebenshaltungskosten.

Das Sittenbild: Laura Kövesi steht für eine Behörde, die seit 2021 operiert und erst langsam größere Erfolge gegen die Betrugsmafia vorweisen kann. Nationale Politiker schweigen meist zur eigenen Verantwortung bei Importkontrollen und Steuerdurchsetzung.

Zwischen den Zeilen:

  • Mehrwertsteuer- und Zollbetrug verursachen 45,01 Milliarden Euro Schaden, über zwei Drittel des Gesamtschadens. Organisierte Netzwerke nutzen oft ihre China-Verbindungen für Unterbewertung importierter Waren.
  • Der Ausgabenbetrug (mit EU-Subventionen) dominiert mit 68 Prozent der Fälle, verursacht aber nur 27 Prozent des Schadens (18,67 Milliarden Euro).
  • 512 aktive Fälle beim Recovery and Resilience Facility – der Schaden summierte sich auf bereits 5 Milliarden Euro.

Follow the money: Der Gesamtschaden für die europäischen Steuerzahler allein im Vorjahr: 67,27 Milliarden Euro.

  • Der Einnahmebetrug sorgte für einen Schaden von 45,01 Milliarden Euro. Italien führt mit 28,71 Milliarden Euro Schaden, Deutschland liegt bei 5,77 Milliarden Euro. Jeder Euro, der von Betrügern abgezweigt wird, fehlt bei Investitionen in Infrastruktur, Landwirtschaft oder bei der Wirtschaftsförderung.

Die andere Sicht: Kövesi betont die Erfolge der Staatsanwaltschaft: Es gebe eine Verurteilungsquote von 95 Prozent, und es wurde ein Vermögen in Millionenhöhe eingezogen.

Die Realität: Der Schaden verdreifachte sich trotzdem. Nationale Behörden melden zu wenig Verdachtsfälle, die Kooperation mit der EU-Anti-Korruptionseinheit OLAF bleibt schwach.

Warum das wichtig ist: 67 Milliarden Euro, die Betrüger aus em EU-Haushalt abzweigen können, bedeuten eine direkte Belastung für jeden Haushalt – über höhere Preise und Steuern. Das vertrauen in die Institution EU schwindet, wenn kriminelle Netzwerke den EU-Haushalt plündern.

Link: Europäische Staatsanwaltschaft

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