In drei Sätzen: FPÖ attackiert ÖVP-Innenminister Gerhard Karner scharf wegen der Neuanstellung von Ex-DSN-Chef Omar Haijawi-Pirchner. Seit 1. Jänner 2026 verdient dieser als „Fachexperte für die Evaluierung des Verfassungsschutzes“ im Innenministerium mindestens 8.500 Euro brutto monatlich für ein Jahr. Die Kritik entzündet sich in Wien genau dann, als bei der Exekutive massiv gespart wird und die FPÖ darin klassische Postenschacherei sieht.
Der Auslöser: Maier wettert gegen die frische Bestellung Haijawi-Pirchners, der nach seinem Rücktritt als DSN-Direktor Ende 2025 sofort einen hoch dotierten Projektposten im BMI ergatterte. Der FPÖ-Mann sieht darin blanke Versorgungspolitik für schwarze Günstlinge, während die Polizei unter Sparzwang leidet. Die Personalie wirft seit Bekanntwerden im Frühjahr 2026 massive Fragen auf.
Wer sagt was:
- „Versorgungsposten statt Sicherheit – Karner schafft teure Posten für Parteigünstlinge“, poltert Maier.
- „Österreich hat mittlerweile die teuerste Regierung aller Zeiten, und gleichzeitig werden im eigenen Umfeld munter Parteigünstlinge versorgt. Das ist gegenüber den Steuerzahlern schlicht nicht mehr vermittelbar“, stellt er klar.
- Besonders empört ihn die Ironie: „Haijawi-Pirchner soll als Fachexperte ausgerechnet den Verfassungsschutz evaluieren, also genau jenen Bereich, für dessen aktuellen Zustand und die schlechte Stimmung unter den Mitarbeitern er selbst maßgeblich verantwortlich ist. Dass jemand seine eigenen Missstände bewerten soll, ist nicht nur fragwürdig, sondern schlicht absurd.“
- Maier fragt pointiert: „Was weiß Haijawi-Pirchner, dass er von Minister Karner einen derart hoch dotierten Posten erhält?“
Das Sittenbild: Während Polizeidienststellen schließen, Überstunden wegfallen und sogar die Weihnachtsbelohnung gestrichen wird, gönnt sich das Innenministerium Luxusposten. Die Schieflage ist offensichtlich: Beamte an der Front bluten aus, Günstlinge im Hintergrund kassieren fett ab. Solche doppelten Standards untergraben das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden massiv.
Das große Ganze: Haijawi-Pirchner leitete die DSN bis Ende 2025, trat dann aus persönlichen Gründen zurück und landete prompt in einer A1/6-Stelle im BMI. Medien berichten von Kritik an Selbstprüfung durch den Ex-Chef, während die DSN unter ihm mit Skandalen wie einem enttarnten Maulwurf kämpfte. Der Wechsel riecht nach nahtloser Versorgung statt echter Reform.
Zwischen den Zeilen:
- Haijawi-Pirchner baut parallel eine eigene Sicherheitsfirma auf und nutzt möglicherweise Staatsschutzwissen privat.
- Das Innenministerium ignoriert vorhandene Strukturen wie den DSN-Staatssekretär samt Kabinett für die Evaluierung.
- Die Postenvergabe erfolgt ohne erkennbares Ausschreibungsverfahren und riecht nach Hintertürchenpolitik.
- Polizisten verlieren Zulagen, während ein Ex-Beamter fast 100.000 Euro brutto jährlich einstreicht.
Follow the money: Der Posten liegt in Gehaltsstufe A1/6 und bringt mindestens 8.500 Euro brutto monatlich, also rund 102.000 Euro brutto pro Jahr für nur zwölf Monate. Dazu kommen Zulagen und Pensionsansprüche.
Die andere Sicht: Offizielle Stellen im BMI oder von Karner selbst schweigen bisher zur Personalie. Die DSN-Mitteilung vom September 2025 erwähnt lediglich, Haijawi-Pirchner übernehme das Evaluierungsprojekt intern. Keine Rechtfertigung für das Gehalt oder die Notwendigkeit taucht in den verfügbaren Quellen auf.
Warum das wichtig ist: Sicherheitspolitik verkommt zur Selbstbedienung, während die echten Schutzmänner bluten. In Karner sehen wir den klassischen ÖVP-Minister: sparen bei den Kleinen, versorgen bei den Seinen.
Quellen:
