In drei Sätzen: Iran hat am 17. April 2026 die Straße von Hormus für den kommerziellen Schiffsverkehr wieder vollständig geöffnet. Ölpreise sind daraufhin um bis zu 10 bis 11 Prozent eingebrochen. US-Präsident Trump begrüßt den Schritt, behält aber die Blockade iranischer Schiffe und Häfen bei, bis ein umfassender Deal steht.
Der Auslöser: Der Anlass ist die iranische Ankündigung vom Freitag. Teheran erklärte die Passage im Zuge des zehntägigen Waffenstillstands im Libanon für offen. Trump feierte die Nachricht auf Social Media.
Wer sagt was:
- Irans Außenminister Abbas Araghchi schrieb auf X: „Im Einklang mit dem Waffenstillstand im Libanon wird die Durchfahrt für alle Handelsschiffe durch die Straße von Hormus für die verbleibende Dauer des Waffenstillstands als vollständig offen erklärt.“
- Trump postete: „Iran hat soeben bekannt gegeben, dass die Straße von Iran [sic] vollständig geöffnet und bereit für die komplette Durchfahrt ist.“ Später ergänzte er jedoch: „Die US-Blockade wird so lange in vollem Umfang in Kraft bleiben, bis unsere Transaktion mit dem Iran zu 100 Prozent abgeschlossen ist.“
- Der iranische Marinechef Shahram Irani nannte die US-Blockade „Piraterie und Diebstahl auf See“ und drohte mit Gegenmaßnahmen.
Das Sittenbild: Der Status quo bleibt fragil. Wenige Schiffe passieren tatsächlich, und der Verkehr läuft nur auf iranisch koordinierten Routen. Die Preisentlastung kommt rasch an den Märkten an, doch Experten warnen vor zu viel Euphorie, weil eine dauerhafte Normalisierung Monate dauern könnte.
Das große Ganze: Die Straße von Hormus transportiert normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels. Die wochenlange Blockade hatte die Energiepreise in die Höhe getrieben und Lieferketten belastet. Nun sorgt die Öffnung für eine sofortige Erleichterung an den Börsen.
Zwischen den Zeilen:
- Die erste Kreuzfahrt seit Kriegsbeginn hat die Straße passiert.
- 19 bis 21 Schiffe wurden während der Blockade von den USA zurückgewiesen.
- Trump verbietet Israel weitere offensive Schläge im Libanon mit den Worten „enough is enough“.
Follow the money: Ölpreise fielen um rund 10 Prozent, US-Rohöl notierte zeitweise unter 83 Dollar pro Barrel. Die Wall Street reagierte euphorisch mit einem Dow-Jones-Plus von bis zu 1.100 Punkten. Energie-Multis und Spekulanten profitieren von der schnellen Preiskorrektur, während Verbraucher in Europa und Österreich auf langsam sinkende Sprit- und Heizkosten hoffen.
Die andere Sicht: Iran droht mit sofortiger Schließung, falls die US-Blockade andauert. Teheraner Medien und Billboards betonen, die Kontrolle über die Straße bleibe „forever“ in iranischer Hand. Trump beharrt darauf, dass der Deal inklusive Uran-Übergabe erst abgeschlossen sein muss.
Warum das wichtig ist: Der Krieg wirkt plötzlich wie ein teures Zwischenspiel mit schnellem Happy End an den Märkten. Wer hat hier eigentlich gezündelt, wer hat löscht und wer kassiert am Ende tatsächlich ab?
Quellen:


