In drei Zeilen: Zwei Wiener haben genug vom Daten-Chaos in Österreich. Auf firmenakte.at gibt es jetzt alle relevanten Firmendaten aus Firmenbuch, Gewerberegister, Jahresabschlüssen, Insolvenzen und der BMF-Liste der Scheinunternehmen in einer Oberfläche. Für KMU, die Geschäftspartner checken müssen, ein echter Gamechanger – kostenlos und mit API für Automatisierung.
Der Auslöser: Bisher mussten Unternehmer mehrere Behördenportale abklappern, um einen potenziellen Partner zu prüfen. Firmenbuchabfragen kosten Zeit und oft Geld, Insolvenzen und Scheinunternehmen sind woanders versteckt. firmenakte.at bündelt das alles. Die Plattform ist seit kurzem online und richtet sich explizit an alle, die wirtschaftliche Transparenz brauchen.
Wer sagt was: „Suche, analysiere und beobachte die österreichische Firmenlandschaft“, schreiben die Betreiber Johannes Higatzberger und Tristan Hennrich. Die Plattform nutzt Open Data aus Firmenbuch, GISA und Edikten. Für laufende Überwachung gibt es eine Watchlist, für Software-Integration eine REST-API.
Das Sittenbild: In Österreich gibt es über 649.000 gemeldete Unternehmen. Viele KMU verlieren wertvolle Stunden mit zersplitterten Recherchen. Gleichzeitig lauern Pleiten, Scheinunternehmen und dubiose Bilanzen. Die neue Plattform macht Schluss mit diesem Frust.
Das große Ganze:
- Kostenloser Basiszugriff auf zentrale Registerdaten.
- Komplexe Filter für gezielte Suche.
- Watchlist für automatisierte Benachrichtigungen.
- Chrome-Extension für direkte Einblendung auf Webseiten.
- API für professionelle Nutzer und Software-Häuser.
Schizophrenie der Ziele:
- Fakt: Öffentliche Register-Daten existieren, sind aber bewusst oder ungewollt verstreut.
- Analyse: Behörden fordern Transparenz von Unternehmen, machen sie Bürgern und KMU aber schwer zugänglich.
- Warum wichtig: firmenakte.at zeigt, was möglich ist, wenn jemand die Daten einfach zusammenschraubt – statt auf den nächsten großen Bürokratie-Launch zu warten.
Follow the money: Die Plattform finanziert sich über Premium-Features. Betreiber sind Tristan Hennrich und Johannes Higatzberger (GesbR, Wien). Keine Staatsförderung sichtbar – klassisches Startup, das echten Schmerz löst. Im Gegensatz zu manchen teuren Verrechnungsstellen für Firmenbuchauszüge (oft über 10 Euro pro Abfrage) hier null Einstiegshürde.
Die andere Sicht: Kritiker könnten einwenden, dass eine private Plattform von Open Data lebt und bei Änderungen der Quellen Probleme bekommen könnte. Datenschutz und Haftung für falsche Infos müssen sauber laufen. Dennoch: Besser als stundenlanges Klicken auf veralteten Behördenseiten.
Warum das wichtig ist: In Zeiten, in denen jede zweite Rechnung ein Risiko birgt und Scheinunternehmen der Allgemeinheit Hunderte Millionen Schaden, ist praktische Transparenz Gold wert. Endlich ein Tool, das KMU wirklich hilft statt nur schöne Worte zu machen. Und die Bürokratie schaut mal wieder zu, wie Private ihren Job besser erledigen. Typisch.
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