Auf einen Blick: Das österreichische Bildungssystem kapituliert vor der Realität. Jeder dritte Schüler braucht private Nachhilfe, weil der staatliche Unterricht versagt. Kostenpunkt für die Eltern: 144 Millionen Euro pro Jahr.
Worum es geht: Der aktuelle Nachhilfebarometer 2026 der Arbeiterkammer (AK) legt das organisierte Versagen der Bildungspolitik offen. Während das offizielle Narrativ von Chancengleichheit faselt, finanzieren Eltern den Bildungsnotstand aus eigener Tasche. Wer nicht zahlt, bleibt auf der Strecke.
Die nackten Zahlen des Scheiterns
Die nackten Fakten:
- 338.000 Schüler (32 Prozent) erhalten Nachhilfe.
- 144 Millionen Euro fließen jährlich in private Lernhilfe.
- 720 Euro kostet die Reparatur des staatlichen Versagens pro Kind im Durchschnitt.
- 23 Prozent der Volksschüler sind bereits auf externe Hilfe angewiesen.
Die 40-Millionen-Lücke
Besonders brisant: 28 Prozent der bezahlten Nachhilfe sind direkt auf Defizite im Unterricht zurückzuführen. Stoff wurde nicht vermittelt, oder der Unterricht fiel schlichtweg aus. Rund 40 Millionen Euro privates Kapital müssen aufgewendet werden, um jene Förderung zu ersetzen, die eigentlich Kernaufgabe der Schule wäre.
Wer sagt was: Die AK-Bildungsexpertin Elke Larcher bringt es auf den Punkt: 23 Prozent der Eltern geben an, dass der Stoff im Klassenzimmer schlicht “nicht ausreichend erklärt” wurde. Das Ergebnis ist ein dysfunktionales System, in dem 68 Prozent der Eltern mehrmals pro Woche selbst als Hilfslehrer einspringen müssen.
Zwischen den Zeilen: Das aktuelle Nachhilfebarometer zeigt die vielfältigen Gründe auf, warum Kinder und Jugendliche Nachhilfe in Anspruch nehmen. Die Beweggründe verteilen sich wie folgt:
- Note verbessern: 52 %
- Nachprüfung/negative Note verhindern: 28 %
- Stoff im Unterricht nicht verstanden: 25 %
- Aufnahme in höhere Schule: 13 %
- Höhere Leistungsgruppe: 9 %
- Ausgefallener Unterricht/Lehrer fehlte: 6 %
- Kind längere Zeit krank: 4 %
Warum das wichtig ist: Der Staat kassiert Rekordsteuern für ein Bildungswesen, das seinen Auftrag nicht erfüllt. Die Leidtragenden sind die Familien, die doppelt zur Kasse gebeten werden: einmal über das Finanzamt und einmal beim privaten Nachhilfeinstitut. Die Forderung der AK nach mehr staatlichen Ganztagsschulen ist das übliche Rezept der Linken: Mehr vom selben System, das bereits jetzt nachweislich scheitert. “Der Schulerfolg wird privatisiert”, stellt Ilkim Erdost (AK Wien) fest.
Die Wahrheit ist: Die Schule ist zum teuren Reparaturbetrieb verkommen.
Frank sagt:

