Impfservice-Skandal: AKH-Professor deckt Wiener Impfchaos auf

Redaktion
AstraZeneca - gencat cat - Flickr

Das Chaos beim Wiener Impfservice erreicht ein ungeahntes Ausmaß. Der 73-jährige AKH-Professor im Ruhestand, Gerhard Tappeiner, veröffentlicht heute für die Stadt Wien unangenehme SMS-Verläufe der jüngsten Zeit. Diese belegen, dass das Wiener Impfservice einem Impfchaos gleicht.

Professor Tappeiner erhielt in den vergangenen Wochen zahlreiche SMS mit verschiedenen Terminen für eine erste und zweite Impfung. Besonders pikant: Diese Nachrichten waren nicht für ihn bestimmt, sondern für mehrere andere Senioren.

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Ich habe bisher keine Mitteilung vom Impfservice mit einer Korrektur erhalten, dass die mir zugesandten SMS für andere gedacht waren.“ (Gerhard Tappeiner)

Die Chronik des Versagens

„Wir haben für Sie nun einen fixen Termin für Ihre zweite Teilimpfung der Corona-Schutzimpfung gebucht“, lautet ein SMS an Gerhard Tappeiner. Er möge sich am 3. April 2021 um 16 Uhr im Impfzentrum Martinstraße einfinden. Wenig später erhält Tappeiner ein weiteres SMS. „Frau Elvira L. möge sich am 15. Juni um 16:35 Uhr im Austria Center Vienna einfinden.“ Es folgte ein weiterer Termin für den 11. Juni 2021 um 15:50 um 7:15 Uhr für einen gewissen Johann Z. Und damit es wirklich derb wird: Ein viertes SMS setzte den Impftermin am 16. Juni 2021 um 7:15 an.

Tappeiner hält fest, dass er bereits am 6. März 2021 um 16 Uhr seine erste Teilimpfung im Impfzentrum Martinstraße bekommen hat. Aus den zahlreichen SMS des Wiener Gesundheitsamtes lässt sich für ihn erschließen, dass viele dieser Mitteilungen offenbar für andere Personen bestimmt sind. Diese Pannen der Stadt Wien seien für ihn schon aus datenschutzrechtlicher Sicht mehr als bedenklich.

Viele Fragen – Stadt Wien schweigt

Es stellt sich grundlegend folgende Frage: Haben die eigentlichen Empfänger die jeweilige SMS zeitgerecht erhalten? Schließlich geht es um den offiziellen Impftermin.

Wann ziehen die politisch Verantwortlichen die Konsequenzen aus diesem organisatorischen Debakel?

Eine erste Reaktion der Stadt Wien blieb bis dato aus.

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