In drei Sätzen: Brisante Chatprotokolle belasten laut exxtra24.at den niederösterreichischen SPÖ-Chef Sven Hergovich schwer. Die angeblichen Leaks legen nahe, dass Hergovich im Hintergrund aktiv kritische Medienberichte gegen den eigenen SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Andreas Babler unterstützte und möglicherweise sogar steuerte. Wenige Tage vor dem Landesparteitag zeichnet sich ein roter Waschtag der Schmutzwäsche ab.
Der Auslöser: Der Redaktion wurden Chatverläufe zugespielt, die den Verdacht auf internes „Dirty Campaigning“ darstellen sollen. Hergovich, der sich öffentlich stets gegen Personaldebatten aussprach, soll intern abfällig über Babler geurteilt und Journalisten mit kritischen Informationen versorgt haben.
Wer sagt was:
- Hergovich selbst erklärte noch im Februar: „Ich war noch nie ein Freund von Personaldebatten und bin auch jetzt kein Freund von Personaldebatten.“
- Eine niederösterreichische Landtagsabgeordnete kommentierte die Situation gegenüber exxtra24.at zudem süffisant: „Wir beteiligen uns nicht am Sommer-Kabarettprogramm der SPÖ Niederösterreich – wir genießen es lieber aus der ersten Reihe, fußfrei.“
Das Sittenbild: Während Hergovich offiziell Geschlossenheit predigt, legen die Leaks nahe, dass er gezielt daran arbeitete, die Reputation des SPÖ-Vizekanzlers durch mediale Schützenhilfe zu demontieren.
Das große Ganze: Bereits im Dezember 2025 sagte der rote Klubchef aus dem Burgenland, Roland Fürst, im ORF: „Der Widerstand gegen Babler ist da“. Diese Dynamik wurde im Jänner 2026 durch Berichte der Kronen Zeitung über ein mögliches Comeback von Christian Kern weiter befeuert.
Zwischen den Zeilen:
- Die mutmaßliche Steuerung einer Anti-Babler-Kampagnen durch Hergovich widerspricht seinen eigenen öffentlichen Statements zur Parteidisziplin.
- Hergovich vollzog laut einen inhaltlichen Schwenk um 180 Grad, da er sich nun plötzlich eine Koalition mit der ÖVP vorstellen kann.
Die andere Sicht: Eine offizielle Stellungnahme liegt laut exxtra24.at nicht vor. Aus dem Umfeld von Sven Hergovich wird oft versucht, solche Berichte als „Fake News“ abzutun, um die Reihen zu schließen.
Warum das wichtig ist: Die anhaltenden internen Auseinandersetzungen schwächen die SPÖ Niederösterreich erheblich und erschweren eine geschlossene Aufstellung für die kommenden Wahlen.
Quelle: exxtra24.at

