Blick ins Fass: Der Staat blickt tief in die Röhre. Während das offizielle Österreich den digitalen Wandel als Fortschritt feiert, entlarvt der RTR Telekom Monitor ein System der schleichenden Entfremdung. Das klassische Telefonnetz stirbt einen langsamen Tod. Die Bürger flüchten in verschlüsselte Kommunikation. Big Brother alias die Bundesregierung schaut machtlos zu, wie ihr die Kontrolle entgleitet. Die Antwort auf diesen Kontrollverlust liegt zwischen den Zeilen der Statistik vergraben. Es geht um die totale Sichtbarkeit in einem Raum, der eigentlich privat bleiben sollte.
Todesstoss für Festnetz
Fakt: Die Anzahl klassischer Festnetzanschlüsse wie POTS oder ISDN stürzte von 783.000 auf nur noch 399.000 ab. Das ist eine Halbierung innerhalb kürzester Zeit.
Widerspruch: Die Verwaltung klammert sich an alte Strukturen, während die Realität längst über Voice over Broadband mit 1,49 Millionen Anschlüssen hinweggerollt ist.
FoB-Frage: Wie viele Milliarden fließen noch in eine Infrastruktur, die nur noch als Museum für Abhörspezialisten dient?
Trick der Bürokratie
Beobachtung: Der Monitor versteckt den Personalabbau hinter der kühlen Kennzahl von 9.827 Vollzeitäquivalenten.
Übersetzung: Das entspricht einem Verlust von über 1.000 Arbeitsplätzen seit Ende 2022. Bei einem Durchschnittsgehalt von 50.000 Euro spart sich die Branche hier jährlich 50 Millionen Euro an Kosten.
Analyse: Wer kassiert die Dividende dieser Effizienz? Sicher nicht der Kunde, dessen Serviceanfragen nun im digitalen Nirgendwo landen.
Die andere Sicht
Versteck: Die RTR zählt akribisch 199 Millionen gesendete SMS. Messenger wie WhatsApp, Signal oder Threema tauchen in der Statistik nicht auf, da dem Staat jede Handhabe zur Erfassung fehlt.
Tatsache: Die statistische Erfassung von „Minuten“ und „SMS“ wird zur Farce. Mittlerweile nutzen 8,12 Millionen Mobilfunkanschlüsse Flatrate-Tarife für Smartphones
Kausalität: Je weniger der Staat über die Abrechnung (SMS/Minuten) erfährt, desto blinder wird er.
Mechanik: Hier wird Kausalität zur Kapitulation.
- Weil die SMS die einzige messbare Größe bleibt, klammert sich die Behörde an diese Relikte, während die echte Kommunikation längst in verschlüsselten Räumen stattfindet.
- Der Staat verkommt zum blinden Beobachter, der tatenlos zusehen muss, wie ihm die Informationshoheit entgleitet.
- Aus dieser totalen Blindheit und Ausweglosigkeit speist sich nun der verzweifelte politische Drang nach Überwachungs-Tools.
Paradoxon der Petabytes
Fakt: Der Staat berauscht sich an einer gewaltigen Zahl: 1.380 Petabyte mobiles Datenvolumen pro Quartal.
Erklärung: Ein Petabyte entspricht laut Bericht exakt 1.048.576 Gigabyte oder 1.024 Terabyte.
Gesamtvolumen: 1.380 Petabyte ergeben somit gewaltige 1.447.034.880 Gigabyte.
1.380 Petabyte entsprechen rechnerisch etwa 290 Millionen Spielfilmen in HD-Qualität.
Eine hohle Metrik
- Während die Behörden und Ministerien sehen, dass die Datenleitungen glühen, hat sie keinen Schimmer, was hindurchfließt. Da Messenger wie Signal oder WhatsApp das Volumen zwar aufblähen, aber den Inhalt verschlüsseln, starrt der Staat auf einen riesigen Berg aus digitalem Rauschen.
- Der Ruf nach dem Trojaner und anderen Lösungen zur Überwachung ist der Versuch, das Licht in einem Keller anzuzünden, dessen Schlüssel die Bürger weggeworfen haben.
Fazit
Der RTR-Monitor ist das Protokoll einer staatlichen Kapitulation. Die Bürger entziehen sich durch Verschlüsselung der gewohnten Überwachung. Das Interesse an einer digitalen Überwachungsform ist die logische Folge dieses blinden Flecks. Wer die Leitung nicht mehr kontrolliert, muss das Endgerät infizieren. Ein teurer Offenbarungseid für den Rechtsstaat.
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