In drei Sätzen: In etwas mehr als einem Jahr – ab 10. Juli 2027 – gilt in der gesamten Europäischen Union eine einheitliche Bargeld-Obergrenze von 10.000 Euro für alle geschäftlichen Transaktionen. Barzahlungen darüber hinaus sind dann verboten. Gleichzeitig treibt die Europäische Zentralbank (EZB) den digitalen Euro voran: Mit einem Pilotprojekt ab Mitte 2027 und einer möglichen Einführung ab 2029. Ein harter Einschnitt im europäischen Zahlungsverkehr, der von Millionen EU-Bürgern so nicht erwünscht ist.
Der Auslöser: Die neue EU-Regelung als Teil des EU-Geldwäschepakets im Amtsblatt der EU veröffentlicht (siehe Verordnung 2024/1624). Ziel sei es, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und die Umgehung von Sanktionen wirksamer zu bekämpfen. Große Bartransaktionen sollen künftig erschwert und besser nachverfolgbar gemacht werden.
Zwischen den Zeilen:
- Die Verordnung (EU) 2024/1624 verbietet Barzahlungen über 10.000 Euro im gewerblichen Verkehr.
- Händler müssen ab 3.000 Euro Name, Adresse und Ausweisdaten des Käufers dokumentieren.
- Private Geschäfte zwischen Bürgern bleiben unbegrenzt möglich. Ein Autokauf von privat zu privat geht weiter bar.
- Nationale Grenzen wie 1.000 Euro in Frankreich oder 500 Euro in Griechenland dürfen bleiben. Die EU-Regel dient nur als Mindeststandard.
- Der digitale Euro soll ab 2029 kommen. Ein Pilotprojekt startet voraussichtlich Mitte 2027. Er zielt auf Unabhängigkeit von Visa und Mastercard ab.
Wer sagt was:
- Ursula von der Leyen (EU-Kommissionspräsidentin): „Diese Maßnahmen schützen unser Finanzsystem vor Kriminalität.“
- Christine Lagarde (EZB-Präsidentin): „Der digitale Euro ergänzt Bargeld und schützt die Privatsphäre besser als viele private Lösungen.“ Sie verspricht eine Offline-Funktion und hohe Datenschutzstandards.
- Die Realität: Viele Bürger greifen zu Bargeld, um ihre Ausgaben besser kontrollieren zu können. Und Umfragen belegen seit Jahren eine wachsende Skepsis gegenüber mehr Überwachung.
Das Sittenbild: Brüsseler Eliten predigen Transparenz, während immer wieder Korruptionsskandale von EU-Politikern auffliegen und Milliarden an Steuergeld in die Ukraine fließen, ohne dass die konkrete Verwendung der Gelder in Rechenschaftsberichten nachgewiesen wird.
Warum das wichtig ist: Die EU nimmt den Bürgern ein weiteres Stück finanzielle Freiheit, der staatliche Zugriff auf Zahlungsströme wächst, die Souveränität einzelner Nationen gerät unter die Räder zentraler Kontrolle. Österreichs aktuelle Bundesregierung stellt sich nicht gegen die von der EU-Spitze geplanten Änderungen.
Quelle: Focus
