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Deal wackelt gewaltig

Teherans Staatsmedien dementieren den angeblichen Durchbruch aus Washington.

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In drei Zeilen: Die USA und der Iran haben am Donnerstag eine Vereinbarung zur Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage und zur Öffnung der Straße von Hormuz ausgehandelt. Der Deal scheitert im Moment aber noch an der fehlenden Unterschrift von US-Präsident Donald Trump, während Irans Staatsmedien eine finale Einigung ohnehin bestreiten. Mitten in den Gesprächen fliegen im Nahen Osten bereits wieder die Raketen.

Der Auslöser: Der seit dem 28. Februar tobende Krieg hat die globalen Energiemärkte längst massiv erschüttert und tausende Menschenleben gefordert. Nun liegt ein Entwurf auf dem Tisch, der den Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge wieder freigeben soll. Es wäre der bisher größte Schritt zum Frieden, doch die Realität holt die Diplomatie im Minutenschnelle wieder ein.

Wer sagt was:

  • „Wir sind noch nicht so weit, aber wir sind sehr nah dran“, erklärt US-Vizepräsident JD Vance (Republikaner) vor Journalisten in Washington kämpferisch.
  • „Der Text der Vereinbarung wurde bisher weder finalisiert noch bestätigt“, hält eine Quelle aus dem iranischen Verhandlungsteam über die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim dagegen.
  • „Es gibt überhaupt keine Pläne, solche Zölle einzuführen“, versichert der omanische Botschafter laut US-Finanzminister Scott Bessent (Republikaner) in einem Krisengespräch.

Das Sittenbild: Das US-Zentralkommando schoss gerade erst fünf iranische Angriffsdrohnen ab und zertrümmerte eine Bodenstation in der Hafenstadt Bandar Abbas. Prompt feuerte der Iran eine ballistische Rakete auf Kuwait ab, die nur durch das dortige Militär abgefangen werden konnte. Das von den USA verbündete Israel treibt derweil seine Offensive im Libanon voran, bombardiert die Hafenstadt Tyrus sowie die Hauptstadt Beirut und tötet dabei sogar libanesische Soldaten.

Zwischen den Zeilen:

  • Der Iran fordert als Gegenleistung für die 60 Tage Ruhe das Einfrieren israelischer Angriffe im Libanon, was die israelische Führung im Feld jedoch komplett ignoriert.
  • Die US-Regierung drohte dem traditionellen Partner Oman unverhohlen mit schweren Luftangriffen, falls das Land gemeinsam mit dem Iran Zölle in der Meerenge erhebt.
  • Ein angeblicher Abschuss eines US-Flugzeugs nahe Bushehr entpuppte sich rasch als reine Propaganda des iranischen Staatsfernsehens zur Beruhigung der eigenen Hardliner.

Follow the money: Der Markt reagierte sofort auf das politische Theater in Washington. Die Rohölpreise gaben nach Bekanntwerden des potenziellen Deals umgehend nach, da Spekulanten auf eine rasche Wiedereröffnung der Schifffahrtswege setzen. Sobald die Blockade der iranischen Häfen fällt und die USA bestimmte Sanktionen für iranisches Öl lockern, fließen wieder Milliarden in die Kassen von Teheran.

Die andere Sicht: Die Vermittler aus Pakistan versuchen verzweifelt, den Ball flach zu halten und retten sich in diplomatische Geschäftigkeit. Außenminister Ishaq Dar reist am Freitag zu einem kurzfristig anberaumten Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio nach Washington. Ob dieser Last-Minute-Besuch angesichts der verhärteten Fronten überhaupt noch einen messbaren Einfluss auf Trumps finale Entscheidung hat, wagt selbst im State Department niemand laut zu prognostizieren.

Warum das wichtig ist: Politische Absichtserklärungen sind im Nahen Osten im Ernstfall keinen Cent wert, wenn die Generäle am Drücker das Gegenteil tun. Solange Trump pokert und der Iran taktiert, droht jede kleine Eskalation am Hormus den globalen Energie-Supergau auszulösen. Die Weltwirtschaft hängt hier am seidenen Faden einiger unberechenbarer Akteure.

Erst der Deal, dann der Champagner – vorher nicht.

Das sagt Frank::
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