„Donauinsel Korneuburg“: SPÖ fordert Sicherung des Naherholungsraums

SPÖ-Chef Sven Hergovich fordert das Land Niederösterreich auf, die Donauinsel Korneuburg zu erwerben, um dort einen Naherholungsraum für die Bevölkerung zu schaffen. Die Kosten für den Kauf würden maximal 5,5 Millionen Euro betragen, was nur 0,05 % des Landesbudgets ausmacht.

Redaktion

Hergovich kritisiert scharf das ursprünglich geplante Immobilienprojekt des Investors Rene Benko in Korneuburg. Dieses hätte Luxuswohnungen für reiche Zweitwohnsitzer entstehen lassen und das Naturjuwel der Donauhalbinsel zerstört. 

Hergovich sieht Chance

„Zum Glück wird daraus jetzt nichts,“ betont Hergovich und sieht darin eine Chance, das Land Niederösterreich in die Verantwortung zu nehmen. Das geplante Projekt hätte laut Hergovich den Bedürfnissen der Bevölkerung völlig widersprochen, die einen Naherholungsraum dringender benötigt als eine Feriensiedlung für Superreiche.

Finanzierung aus dem Landesbudget

Hergovich schlägt vor, dass jedes Ressort des Landes 0,05 % seines Budgets zur Verfügung stellt, um den Kauf der Insel zu finanzieren. Diese Summe sei vergleichsweise gering und könnte problemlos aufgebracht werden. „0,05 % des Landesbudgets, das ist etwa die Hälfte von dem, was die EVN-Vorstände in fünf Jahren verdienen,“ argumentiert Hergovich.

Aufruf an die Landesregierung

Mit deutlichen Worten wendet sich Hergovich, selbst Landesrat in Niederösterreich, an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Udo Landbauer (FPÖ), eine Kaufentscheidung zu tätigen. Er fordert sie auf, „den vielen Niederösterreichern, die nicht in Luxusvillen wohnen und oft genug in ihren Wohnräumen unter zu viel Hitze leiden,“ diesen Naherholungsraum zu ermöglichen. Seiner Ansicht nach wäre es ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Bürgern, die mit ihren Steuerbeiträgen dieses Projekt ermöglichen könnten.

Fazit und Ausblick

Hergovichs Forderung zielt darauf ab, das Land Niederösterreich in die Pflicht zu nehmen, sich gegen Immobilienspekulationen und für das Wohl der Allgemeinheit zu entscheiden. Ob die Landesregierung seinem Appell folgt, bleibt abzuwarten. Ein gelungener PR-Coup ist es jedoch allemal.

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